Energie

Braunkohle-Revier
Stadt Erkelenz stoppt Umsiedlung für Tagebau

Eigentlich hatten sich 3000 Bürger der Stadt Erkelenz bereits darauf eingestellt, den Braunkohlebaggern des Energiekonzerns RWE weichen zu müssen. Doch Gerüchte um die Zukunft des Bergbaus sorgen nun für Widerstand.
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ErkelenzAufstand im Braunkohlerevier: Die Stadt Erkelenz stoppt alle Vorbereitungen für weitere Umsiedlungen im Zuge des Braunkohleabbaus im Tagebau Garzweiler II. Bürgermeister Peter Jansen (CDU) sagte am Freitag, angesichts der aktuellen Spekulationen über ein vorzeitiges Ende des Braunkohleabbaus sei den betroffenen Bürgern nicht zuzumuten, das Umsiedlungsverfahren fortzuführen. Der Energiekonzern RWE bekräftigte allerdings seine Entschlossenheit, am umstrittenen Tagebau festzuhalten.

In einem offenen Brief forderten alle im Rat der Stadt Erkelenz vertretenen Fraktionen die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) auf, sich in die Angelegenheit einzuschalten und Klarheit über die Zukunft des Tagebaus zu schaffen. Die Staatskanzlei teilte mit, der Brief liege noch nicht vor und ergänzte: „Staatliches Handeln kann sich nicht auf Spekulationen gründen, die auch das Unternehmen bereits dementiert hat.“

Nach wie vor müssen in der Gemeinde rund 3000 Menschen damit rechnen, Braunkohlebaggern zu weichen. Die Umsiedlung der nächsten vom Tagebau bedrohten Dörfer soll 2016 beginnen.

Ausgelöst wurde der jetzige Schritt der Gemeinde durch Medienberichte, RWE denke wegen der sinkenden Rentabilität über ein vorzeitiges Ende für die Braunkohleförderung im rheinischen Garzweiler nach. Eine RWE-Sprecherin bemühte sich am Freitag, die Zweifel der Gemeinde zu zerstreuen. „Wir halten an Garzweiler unverändert fest und werden das gegenüber der Stadt Erkelenz auch deutlich dokumentieren“, sagte sie.

Ohnehin hatte der Erkelenzer Bürgermeister eingeräumt, dass dem Widerstand der Stadt Grenzen gesetzt sind. „Das Land hat die Möglichkeit, zwangsweise anzuordnen, das wir weitermachen“, sagte Jansen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Braunkohle-Revier: Stadt Erkelenz stoppt Umsiedlung für Tagebau"

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  • Menschenrechtsorganisonen kritisierten immer wieder die Zwangsumsiedlungen und anghebliche Umweltschäden im Zusammenhang des 3 Schluchten Staudammes(leistungsstärkstes Wasserkraftwerk der Welt 90 Milliarden killowattstunden pro Jahr, 18 Millionen KW Spitzenleistung ) in China.Bei Garzweiler 1+2 wurden genauso tausende Bürger zwangsumgesiedelt ( und das in einer angeblichen Demokratie). Von den Ökologischen Totsünden und nicht absehbaren Folgeschäden, für die natürtlich der Steuerzahler aufkommt ganz zu schweigen.
    Deutschland ist kein Furz besser wenn es um die Interessen Großer Konzerne ( an denen die Öffentliche Hand noch beteidigt ist) geht!!

  • 3000 Leute wegen Braunkohlestrom umsiedeln oder nicht - das sind doch Miniproblemchen. In Fukushima mussten nach der dreifachen Kernschmelze viel mehr Leute umsiedeln. Ok, dort sind auch noch fast 20 000 Menschen ums Leben gekommen, aber die zählen nicht, das waren ja Naturgewalten, sozusagen "Bio-Tote". Jedenfalls haben die deutschen Medien nicht soviel darüber berichtet.
    Ja, und ich gebe zu, so viele Menschen sind in Deutschland wegen Kernschmelzen auch noch nicht umgesiedelt worden.
    Jetzt habe ich es ganz vergessen, warum schalten wir bei uns die Kernkraftwerke ab? Wegen der Toten? Aber die gab es in Fukushima ja nicht durch die Kernschmelzen. Wegen der Umsiedlungen? Aber die haben wir ja schon durch die Braunkohlekraftwerke.

    Jetzt ist alles so unlogisch, was wir machen.....

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