Energie

Capital Stage Übernahme stimmt Solarparkfirma zuversichtlicher

Der Hamburger Solar- und Windpark-Betreiber Capital Stage kann sich über ein ertragreiches erstes Halbjahr freuen. Ein kräftiges Umsatzplus übertraf alle Erwartungen und erzielte einen positiven Effekt an der Börse.
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Aktuell betreibt Capital Stage 161 Solar- und 51 Windparks mit einer Leistung von knapp 1,3 Gigawatt - also einer Kapazität eines großen Atomkraftwerkes. Quelle: dpa
Windkraft

Aktuell betreibt Capital Stage 161 Solar- und 51 Windparks mit einer Leistung von knapp 1,3 Gigawatt - also einer Kapazität eines großen Atomkraftwerkes.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Geschäfte beim Hamburger Solar- und Windpark-Betreiber Capital Stage sind im ersten Halbjahr besser gelaufen als erwartet. Das stimmt den Vorstand für 2017 zuversichtlicher. Er hob seine Umsatz- und Gewinnprognose an und peilt nun bei Erlösen von 215 (vormals 200) Millionen Euro ein operatives Ergebnis (Ebit) von mehr als 97 Millionen Euro an statt 90 Millionen, wie die Firma am Donnerstag mitteilte. Der Vorstand stütze sich dabei auf das aktuelle Bestandsportfolio; mögliche Zukäufe weiterer Solar- und Windkraft-Anlagen sowie neue Mandate im Bereich Vermögensverwaltung seien nicht berücksichtigt.

Im ersten Halbjahr schnellte der Umsatz um über 75 Prozent auf 113,8 Millionen Euro. Das Ebit legte in gleicher Höhe auf 55,9 Millionen Euro zu. Der Vorstand begründete diese positive Entwicklung mit der Übernahme des Wettbewerbers Chorus Clean Energy, dem Erwerb weiterer Solar- und Windparks und einer höheren Sonneneinstrahlung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, die eine höhere Stromausbeute ermöglicht.

Die größten Windkraft-Konzerne der Welt
Platz 14: XEMC (China)
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Nirgendwo auf der Welt werden jährlich mehr Windräder ans Stromnetz angeschlossen als in China. Zu den größten Profiteuren dieses fernöstlichen Grünstrom-Booms zählt XEMC. Der chinesische Elektrokonzern hat im Jahr 2009 die niederländische Energiefirma Darwind gekauft und sich so wertvolles Know-how für die Herstellung von Windturbinen und Rotorblättern gesichert, den wichtigsten Komponenten von Windenergieanlagen. Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma FTI Intelligence brachte es XEMC 2016 auf einem Marktanteil von 2,2 Prozent.

Marktanteil 2,2 Prozent.  

Platz 13: Dongfang (China)
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Der chinesische Staatskonzern Dongfang stellt Schiffe, Lokomotiven und Gasturbinen her. Zu einem immer einträglicheren Geschäft werden aber auch die Windräder, die das Unternehmen aus der Provinz Sichuan fertigt.

Marktanteil: 2,2 Prozent.

Platz 12: Senvion (Deutschland)
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Deutschlands viertgrößter Windkraftkonzern Senvion rangiert global gesehen nur noch auf Platz 12. Die Hamburger kämpfen derzeit mit schwindenden Aufträgen, bröckelnden Marktanteilen und sinkenden Umsätzen. Nach einer Konsolidierungsphase soll der Erlös bis 2019 aber auf 2,6 Milliarden Euro in die Höhe schnellen. Damit die Konkurrenz Senvion in der Zwischenzeit nicht völlig enteilt, streicht der Konzern Hunderte Stellen und investiert in neue Produkte.

Marktanteil: 2,5 Prozent.

Platz 12: Sewind (China)
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Die Windkraftsparte des chinesischen Staatskonzerns Shanghai Electric produziert in zwei Fabriken jährlich mehr als 3.000 Windräder. Besonders erfolgreich ist das Unternehmen mit seinen Anlagen auf hoher See. Im Segment Offshore-Wind zählt Sewind zu den drei größten Herstellern weltweit. In Deutschland sind die Chinesen zudem am Maschinenbauer Manz AG beteiligt.

Marktanteil: 3,0 Prozent.  

Platz 10: CSIC Haizhuang (China)
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Unter den 14 führenden Windkraftkonzern der Welt befinden sich gleich acht Unternehmen aus China. Der Grund ist simpel: Im Reich der Mitte wurden alleine 2016 mehr als 40 Prozent der weltweit neu installierten Windräder ans Stromnetz angeschlossen. Ausländische Firmen kommen in China kaum zum Zug, der Markt ist weitgehend abgeschottet. Dieser Heimatbonus beflügelt Konzerne wie CSIC Haizhuang – sie prägen verstärkt den Weltmarkt.

Marktanteil: 3,2 Prozent.

Platz 9: Mingyang (China)
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Chinas viertgrößter Windkraftkonzern will sich vom Maschinenbauer zum Service-Unternehmen wandeln. Zwar soll die Produktion von Turbinen, Gondeln und Rotorblättern weiterhin eine wesentliche Säule des Geschäfts bleiben, aber die Wartung und Instandhaltung von Windrädern verspricht höhere Renditen.

Marktanteil: 3,5 Prozent.

Platz 8: Envision (China)
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Lei Zhang ist das Enfant terrible der Windenergieindustrie. Der Chef von Envision bezeichnet sein Unternehmen gerne als das „Apple der Energiewelt“. Statt wie die Konkurrenz lediglich „dumme“ Windräder herzustellen, will Zhang künftig mit einer offenen Plattform Geld verdienen, die Angebot und Nachfrage im Energiemarkt synchronisiert. Schwankende Solar- und Windenergie will er im großen Stil mit Stromspeichern, Elektroautos oder Industrieanlagen koppeln und auf lange Sicht mit dem smarten Steuern von Energieflüssen Milliarden verdienen. Zumindest ein paar Jahre lang dürfte der Verkauf von Windmühlen aber noch das Kerngeschäft von Envision bleiben. Anders als die Wettbewerber lässt Envision aber die Anlagen von Subunternehmen fertigen. Damit braucht der Konzern fast zwanzig Mal weniger Fixangestellte als die Branchenführer. Nur das Design und die Patente gehören Envision. „Wie bei Apple“, meint Unternehmenschef Zhang.

Marktanteil: 3,5 Prozent.

An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Die SDax-Aktie kletterte um rund drei Prozent auf 6,34 Euro. Aktuell betreibt Capital Stage 161 Solar- und 51 Windparks mit einer Leistung von knapp 1,3 Gigawatt - also einer Kapazität eines großen Atomkraftwerkes.

  • rtr
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