Energie

Chevron US-Ölmulti schreibt wieder schwarze Zahlen

Der US-Ölkonzern Chevron glänzt im zweiten Quartal wieder mit einem Milliardengewinn. Auch der Umsatz hat kräftig zugelegt – dank höherer Ölpreise. Die Anleger nehmen die guten Zahlen dennoch verhalten auf.
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Der US-Ölkonzern hat im zweiten Quartal knapp 35 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht. Quelle: Reuters
Chevron

Der US-Ölkonzern hat im zweiten Quartal knapp 35 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht.

(Foto: Reuters)

San RamonGesunkene Kosten und höhere Ölpreise haben Chevron im zweiten Quartal wieder einen Milliardengewinn beschert. Unter dem Strich ergab sich ein Überschuss von 1,5 Milliarden Dollar (1,3 Mrd Euro), wie der zweitgrößte US-Ölkonzern am Freitag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte der Ölpreisverfall noch einen Verlust in etwa gleicher Größenordnung verursacht. Die Erlöse stiegen verglichen mit dem Vorjahreswert um 18 Prozent auf 34,5 Milliarden Dollar. Im Vorquartal waren der Umsatz noch wesentlich stärker gewachsen.

Chevron strich die Ausgaben weiter zusammen, im ersten Halbjahr 2017 sanken die operativen Kosten im Jahresvergleich um zehn Prozent und die Investitionen um 25 Prozent. Dennoch gelang, die Produktion von Öl und Gas im zweiten Quartal um zehn Prozent zu erhöhen. Bei Anlegern wurden die Zahlen trotzdem verhalten aufgenommen. Chevron konnte die Erwartungen beim Umsatz zwar übertreffen, beim Gewinn aber nicht. Die Aktie notierte vorbörslich zunächst leicht im Minus.

Die zehn ölhungrigsten Länder der Welt
Platz 10: Kanada
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Auf dem letzten Platz der weltweit zehn größten Ölnachfrager liegt Kanada mit 2,4 Millionen Barrel Öl pro Tag in 2016. In den folgenden Jahren wird mit einer sinkenden Nachfrage gerechnet. Für 2022 liegt diese nur noch bei 2,3 Millionen Barrel Öl pro Tag.

Quelle: „Oil 2017“-Bericht der Internationalen Energie-Agentur.

Platz 9: Südkorea
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Südkorea fragte im Jahr 2016 2,6 Millionen Barrel Öl pro Tag nach. Damit landet das Land auf Platz 9 der weltweit größten Ölnachfrager. In den Folgejahren steigt die Nachfrage laut der Voraussage der Internationalen Energie-Agentur auf 2,7 Millionen Barrel Öl.

Platz 8: Saudi-Arabien
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Saudi-Arabien, das selbst große Mengen des Schwarzen Goldes fördert, liegt mit 3,2 Millionen Barrel Öl pro Tag auf dem achten Platz der weltweiten Ölnachfrager. Das könnte sich in Zukunft ändern, denn bis 2022 wird die Nachfrage auf 3,4 Millionen Barrel geschätzt.

Platz 7: Brasilien
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Brasilien liegt mit einer Erdölnachfrage von 3,1 Millionen Barrel pro Tag auf dem siebten Platz. Doch auch hier ist mit einer höheren Nachfrage in den Folgejahren zu rechnen: 2022 liegt die geschätzte Nachfrage schon bei 3,3 Millionen Barrel Öl.

Platz 6: Russland
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Russland liegt im Jahr 2016 noch auf Platz 6 der größten Erdölnachfrager mit durchschnittlich 3,6 Millionen Barrel Öl pro Tag. 2017 erhöht sich die Nachfrage, sodass Russland mit durchschnittlich 3,7 Millionen Barrel Erdöl pro Tag den sechsten Platz verteidigt.

Platz 5: Indien
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Indien fragt in den nächsten Jahren immer mehr Öl nach. 2016 liegt die Nachfrage noch bei 4,3 Millionen Barrel Öl pro Tag, 2017 werden schon 4,5 Millionen Barrel nachgefragt und 2022 noch mal mehr – 5,9 Millionen Barrel.

Platz 4: Japan
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Bei einer Nachfrage von 4,0 Millionen Barrel Öl pro Tag liegt Japan auf dem vierten Platz. Die Nachfrage sinkt im Jahr 2017 voraussichtlich auf 3,9 Millionen Barrel und bis 2022 auf 3,6 Millionen Barrrel Öl pro Tag.

  • dpa
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