Energie

Dementi aus Afrika
Werbung mit Hilfsprojekt blamiert Care Energy

Mit einem Hilfsprojekt in Guinea-Bissau wirbt der umstrittene Energieversorger Care Energy um neue Kunden. Doch die westafrikanische Republik dementiert jede Zusammenarbeit mit den Hamburgern .
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HamburgKein Energiemanager in Deutschland hat derzeit mehr Sorgen als Martin Kristek, der Gründer von Care Energy. Das Bundesamt für Justiz fordert von der Unternehmensgruppe die ausstehenden Jahresabschlüsse für 2009, 2010 und 2011.  Der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft rät seinen 1800 Mitglieder offiziell bei Geschäften mit Care Energy zur Vorsicht. Die Bundesnetzagentur verhängte in dieser Woche ein Bußgeld von 40.000 Euro, weil Care Energy seine Geschäftstätigkeit mit immerhin 250.000 Kunden gar nicht angemeldet hatte.

Als wäre all dies nicht genug, macht Kristek nun auch noch eine Front auf, die es im Stromgeschäft eigentlich gar nicht gibt: Er provoziert einen Streit mit einem der ärmsten Länder der Welt: „Die Firma Care Energy ist nach Rücksprache mit dem Energieministerium und dem Büro des Premierministers S.E. Rui Barros nicht in Verhandlung für Energieprojekte, Solaranlagen oder sonstige Maßnahmen“, heißt es in einem Schreiben der Botschaft der westafrikanischen Republik Guinea-Bissau, das dem Handelsblatt vorliegt. „Es existiert keine Zusammenarbeit.“

Warum so ein Brief? Was hat ein Hamburger Energieanbieter mit einem der ärmsten Länder der Welt zu schaffen? Die Erklärung liefert eine Mitteilung von Care Energy vom 3. Juni 2013. Laut Unternehmenssprecher Marc März hatte der Botschafter von Guinea-Bissau sich bei Care-Energy gemeldet und das Unternehmen eingeladen, „ein humanitäres Projekt zu Energieversorgung“ in dem Land zu starten. Die ehemalige portugiesische Kolonie leide unter hohen Schulden.

„Anzeichen dieser Armut sind auch die vielen Stromausfälle, die das Leben und die Arbeit in Guinea-Bissau behindern“, schrieb März. Care Energy sei deshalb der Einladung des Botschafters gern nachgekommen. Sein Chef Kristek sagte, es sei „schon interessant und skurril zugleich, wie feindselig Care-Energy in Deutschland von den Behörden aufgenommen wird“. Länder wie Guinea-Bissau dagegen begegneten Care Energy „freundlich und hilfsbereit, aber auch technisch versiert“.

Doch in der Botschaft von Guinea-Bissau weiß man mit den Worten von Kristek nichts anzufangen. „Es gab keinerlei Einladung seitens der Botschaft oder des Botschafters gegenüber Mitarbeitern der Firma Care Energy“, heißt es in dem Schreiben, das die Überschrift „Dementi“ trägt.

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Werbung mit Hilfsprojekt blamiert Care Energy

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„Wir haben nichts mit denen zu tun“

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  • Care Energy hilft Flutopfern ??? Ich lach mich tot. Wo denn ??? Bei den Kommentaren hier, die für Care Energy sprechen, sieht man doch gleich, dass das Mitarbeiter von denen sind. Noch offensichtlicher geht's nicht.

  • Care Energy hilft aktuell den Flutopfern, berichten Sie zur Abwechslung doch auch mal darüber! Mich beschleicht leider der Eindruck, dass das Handelsblatt ganz gezielt einseitig negativ über Care Energy berichtet. Schade! Oder wird das Handelsblatt jetzt zur Boulevardzeitung der Stromlobbyisten?

  • Diesen Schuh wird sich ihre geliebte Care-Energy wohl anziehen müssen! JEDE Firma ist verantwortlich dafür, was ihre Mitarbeiter tun. Herr Kristek rühmt sich doch immer, dass er nur bestens ausgebildete Kundenbetreuer beschäftigt, die IMMER für ihre Kunden erreichbar sind. Und jetzt plötzlich "Drückerkolonnen"??? Aber wahrscheinlich werden hier auch nur wieder Falschaussagen gemacht und Herr Kristek wird wieder seine Rechtsanwälte mit einstweiligen Verfügung beauftragen. ALLE gegen den armen "Anbieter der Energiewende" - böse Welt!

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