Energie

Der Druck erhöht sich
Schwacher Ölpreis zwingt Energiekonzerne zum Sparen

Um mehr als 60 Prozent ist der Ölpreis seit Mitte vergangenen Jahres gefallen. Das setzt gerade auch Energiekonzernen zu. Die Folgen sprechen eine deutliche Sprache: Die Unternehmen müssen massiven Kürzungen hinnehmen.

WellingtonUnter dem Druck der anhaltend niedrigen Ölpreise treten große Energiekonzerne bei den Ausgaben auf die Bremse. ConocoPhillips aus den USA kündigte am Donnerstag an, die Investitionen 2016 um ein Viertel zurückzufahren. Der heimische Rivale Chevron hatte zuvor Kürzungen im ähnlichen Volumen angekündigt. Der britisch-niederländische Konkurrent Royal Dutch Shell stellt derweil sein Engagement in Neuseeland auf den Prüfstand.

Die Energiebranche leidet unter einem weltweiten Überangebot an Öl. Der Preis für den Rohstoff ist seit Juni 2014 um mehr als 60 Prozent gefallen. Experten schätzen, dass die Ausgaben der Branche für die Ölförderung und die Erkundung von Feldern 2016 weltweit um elf Prozent sinkt.

Chevron-Chef John Watson sagte, 2016 sollten für Investitionen weltweit noch 26,6 Milliarden Dollar in die Hand genommen werden. Das entspricht einem Minus von 24 Prozent. ConocoPhillips peilt nach der Kürzung noch 7,7 Milliarden Dollar an. Ein Großteil davon solle für Schiefergasfelder in den USA ausgegeben werden, hieß es. Zudem wolle sich der Konzern 2016 auch von Unternehmensteilen im Wert von 1,7 Milliarden Dollar trennen, die nicht zum Kerngeschäft gehörten. Shell erklärte, Neuseeland sei nur ein kleiner Teil des Geschäfts. Das Unternehmen ist seit 100 Jahren in Neuseeland tätig.

Viele Energiekonzerne setzten bereits in diesem Jahr den Rotstift an. Analysten des Investment-Beraters Evercore ISI zufolge wurden die Investitionen branchenweit um 20 Prozent heruntergefahren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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