Energie

Einigung mit US-Justizministerium
BP zahlt höchste Strafe der Wirtschaftsgeschichte

Der britische Ölkonzern BP einigt sich mit der US-Regierung wegen der Ölkatastrophe auf der Deepwater Horizon – auf eine Zahlung von 18,7 Milliarden Dollar. Für die wirtschaftsschwache Region ist das ein Segen.
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London/San FranciscoQuälende 87 Tage lang strömte das Öl ins Meer. Die Küsten von fünf US-Bundesstaaten wurden verseucht, Fischfang und Tourismus an der Golfküste schwer geschädigt. Hunderte Millionen Liter Öl töteten Meeresbewohner und Seevögel. Im April 2010 ging die Bohrplattform „Deepwater Horizon“ in einem gigantischen Feuerball unter und verursachte die bislang größte Umweltkatastrophe in den USA. Jetzt wird ein finanzieller Schlussstrich gezogen: mit weiteren 18,7 Milliarden Dollar, zahlbar von BP über 18 Jahre.

Für BP haben sich die Entschädigungszahlungen in den USA zu einem finanziellen Mühlstein entwickelt, an dem das Unternehmen auch fünf Jahre nach der Ölkatastrophe noch schwer trägt. Mehr als 43 Milliarden Dollar hatten die Briten insgesamt für die Folgen und die Beseitigung der Ölkatastrophe veranschlagt, ein Großteil davon floss in einen Entschädigungsfonds. Mit der nun erfolgten außergerichtlichen Einigung wächst die veranschlagte Summe um schätzungsweise rund zehn Milliarden Dollar an.

Zurückgelegt hatten die Briten für solche Entschädigungen bisher deutlich weniger. Trotzdem macht der britische Konzern in Optimismus: „Das ist ein realistisches Ergebnis, das allen Beteiligten Klarheit und Sicherheit gibt“, sagte BP-Vorstandschef Bob Dudley. BP habe damit die wesentlichen Verpflichtungen aus dem Unglück geregelt.

Für BP dürfte es von großer Bedeutung sein, dass die Zahlungen über einen langen Zeitraum erfolgen. So haben die Briten insgesamt bis zu 18 Jahre Zeit, um die Summe aufzubringen. Die Zahlungen enthalten beispielsweise eine Strafzahlungen wegen eines Verstoßes gegen das „Clean Water Act“ an die Behörden von 5,5 Milliarden Dollar, die über 15 Jahre zu zahlen ist.

Die meisten Investoren sahen die Einigung darum positiv. Die BP-Aktie legte in London zeitweise um bis zu 4,5 Prozent zu. Der starke Rückgang des Ölpreises hatte BP zuvor im vierten Quartal massiv belastet. Hohe Abschreibungen sowie einer Neubewertung der Reserven summierten sich zu einen Verlust von 4,4 Milliarden Dollar.

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BP zahlt höchste Strafe der Wirtschaftsgeschichte

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„Die Strafe sichert der Golfregion konstante Einkommen“

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