Energie

Elektrokonzern
Siemens holt Strategie-Chef zurück

Kurz nach seinem Start dreht Siemens-Chef Joe Kaeser am Personalkarussell: Der frühere Strategiechef Horst Kayser soll wieder in seinem alten Job anfangen. Auch bei der Führungskräfteentwicklung ändert sich einiges.
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MünchenSiemens-Chef Joe Kaeser holt kurz nach seinem Start einen früheren Vertrauten zurück an Bord. Der frühere Strategiechef des Elektrokonzerns, Horst Kayser, werde in gleicher Funktion für den Münchner Dax-Riesen arbeiten, teilte Siemens am Dienstag in München mit. Über die Personalie hatte vorab auch das „Manager Magazin“ berichtet.

Der Manager soll sein Amt bereits im November antreten. Kayser hatte Siemens 2008 verlassen und danach unter anderem den Roboterbauer Kuka und zuletzt den Solarzulieferer AEG Power Solutions geführt. Dort war er Ende Juni zurückgetreten. Der bisherige Strategiechef Peter Herweck übernimmt im Industrie-Sektor die Leitung eines Projekts zur Prozessindustrie.

Auch bei der Führungskräfteentwicklung greift Kaeser ein. Von Dezember an soll die bisherige Personalchefin der früheren Siemens-Lichttochter Osram, Janina Kugel, die entsprechende Hauptabteilung leiten. Der bisherige Chef, Nicolas von Rosty, wird das Unternehmen verlassen.

Ihr Vorgänger Nicolas von Rosty verlässt Siemens. Erst kürzlich hatte sich Siemens von Personalchefin Brigitte Ederer getrennt und den für Deutschland zuständigen Manager Walter Huber kaltgestellt. Die Beurlaubung stand im Zusammenhang mit den Streitigkeiten um das Gehalt von Betriebsratschef Lothar Adler. Der Belegschaftsvertreter hatte kurz vor Erreichen der Altersgrenze eine hohe Gehaltserhöhung bekommen, was Siemens nun intern untersucht.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Elektrokonzern: Siemens holt Strategie-Chef zurück"

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  • Die Gehaltserhöhung hat der Verräter Lothar Adler nur bekommen, weil er 2008 dem Billigangebot von Siemens zugestimmt hat, als Tausende Mitarbeiter abgebaut werden sollten. Anstatt sich für die Mitarbeiter, die er eigentlich vertreten soll, einzusetzen, hat er lieber den Schwanz eingezogen, klein beigegeben und ist einem länger andauernden Konflikt aus dem Weg gegangen.

    Er hätte sehr viel mehr für die Leute, die er angeblich vertritt, herausholen können.

  • Seltsam, Manager dürfen zurückkehren und bei kleinen Angestellten spricht man ein Verbot aus. Man fühlt sich vom kleinen Angestellten verraten. Dabei müßte es umgekehrt sein, da die Angestellten ihre Erfahrungen erweitern wollten.

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