Energie

Elektrospeicher
Das ist der neuste Coup von Tesla

Damit Windkraft und Solarenergie zuverlässig Strom liefern, muss die Energie gespeichert werden. Mit einem neuen Energiespeicher will Tesla-Chef Elon Musk nun den Markt aufmischen – wie schon bei den Elektroautos.
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FresnoTesla-Chef Elon Musk regt die Phantasie der Börse an wie kaum ein anderer Unternehmenschef. Mit einer Andeutung über der Kurznachrichtendienst Twitter schickte der Elektropionier vor wenigen Wochen die Aktie auf einen kurzen Höhenflug. Ein neues Produkt sei geplant, ließ Musk damals verkünden. Nun ist klar, was der er damit meinte.

Der Elektroautopionier will seine Erfahrungen aus dem Autogeschäft nutzen und einen Energiespeicher für Häuser, Geschäfte und Fabriken bauen. Damit – so der Plan – könnte Energie gespeichert werden, wenn sie günstig produziert wird. Als Produzent von Elektroautos hat Tesla ein großes Interesse daran, dass auch die Stromerzeugung möglichst sauber ist. Nur dann stimmt die CO2-Bilanz.

Genau hier könnten die Elektrospeicher für einen Durchbruch sorgen. Denn typischerweise soll Teslas neuste Erfindung dafür genutzt werden, die Energie aus Solarzellen oder Windrädern zu speichern. Und für Tesla könnte der neue Geschäftszweig einen weiteren positiven Nebeneffekt haben: Die neue „Gigafactory“ für die Batterien, die derzeit in Nevada gebaut wird, dürfte durch die Energiespeicher zusätzlich ausgelastet werden.

Gefördert wird Teslas neuste Entwicklung aus dem „California's Self Generation Incentive Program“ (SGIP) – mit 65 Millionen Dollar. Im Fokus stehen zunächst die kommerziellen Kunden. Einige wichtige US-Konzerne wie der Supermarktriese Wal-Mart und der Lebensmittel- und Futterproduzent Cargill sollen bereits Interesse bekundet haben. In elf kalifornischen Supermärkten werden die Tesla-Anlagen bereits getestet. Geplant ist auch eine Ein-Megawatt-Anlage für eine Tierfutterfabrik in Fresno.

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Erfolgversprechender Wachstumsmarkt

Kommentare zu " Elektrospeicher: Das ist der neuste Coup von Tesla"

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  • Überstrom günstiger an die Endkunden verkaufen. man das wäre ja Marktwirtschaft...

  • Zitat:"Bis heute gibt es noch kein autarkes EE-Versorgungsnetz mit Wind, Sonne und Speicher"
    Werter Herr Hofmann, wenn man keine Ahnung hat sollte man lieber den Ball flach halten! Es gibt sehr wohl autarke EE-Versorgungsnetze wie z. B. die Insel El Hierro das vor macht http://green.wiwo.de/energiewende-kanaren-insel-stellt-auf-100-prozent-gruenstrom-um/ aber auch Cost Rica ist seit kurzem autark. http://green.wiwo.de/seit-jahresbeginn-costa-rica-versorgt-sich-zu-100-prozent-aus-oekostrom/

  • 1. Atomstrom wird weltweit sunventioniert, Endlager gibt es keins - weltweit.
    2. Solarstrom ist ohne Subventionen billiger als Atomstrom (US Solarstrom für 45 EUR/MWh, der Strom des neuesten AKWs Hickley in UK kostet das Doppelte)
    3. In Sachen Zuverlässigkeit ist Japan weiter (z. B. Autos, Züge, Betriebsabläufe), es ist nur Zufall, dass in Deutschland noch kein grössere AKW-Unfall geschah.

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