Energie

EnBW
500 weitere Arbeitsplätze auf der Kippe

Beim Energiekonzern EnBW sollen bis zu 500 weitere Arbeitsplätze gefährdet sein. Ende 2012 hatte der Konzern bereits den Abbau von 1350 Arbeitsplätzen angekündigt. Der Versorger leidet an den Folgen der Energiewende.
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DüsseldorfBei Deutschlands drittgrößtem Energiekonzern EnBW stehen nach Betriebsratsangaben bis zu 500 weitere Arbeitsplätze auf der Kippe. Der Versorger leidet wie auch die anderen Branchengrößen unter den Folgen der Energiewende. „Aktuell führen wir wieder Verhandlungen“, sagte Konzernbetriebsratschef Dietrich Herd am Donnerstag in Berlin mit Blick auf die Arbeitsplätze. Dabei gehe es um 300 bis 500 Stellen.

EnBW-Finanzchef Thomas Kusterer hatte im November einen weiteren Stellenabbau nicht ausgeschlossen. Ein Konzernsprecher sagte nun, EnBW führe derzeit Gespräche mit den Arbeitnehmern. Dabei gehe es um eine „neue organisatorische Aufstellung in den Bereichen Verwaltung und Erzeugung“. Dies werde auch Auswirkungen auf die Beschäftigung haben, räumte er ein. Konkrete Zahlen wollte der Sprecher aber noch nicht nennen. In jedem Fall solle es aber zu „sozialverträglichen Regelungen kommen“.

Ende 2012 hatte der Konzern bereits den Abbau von 1350 Arbeitsplätzen angekündigt. EnBW beschäftigt rund 20.000 Mitarbeiter. Dem Versorger machen wie der gesamten Branche die gefallenen Strom-Großhandelspreise zu schaffen. In den ersten neun Monaten 2014 war der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 10,5 Prozent auf 1,632 Milliarden Euro geschrumpft. Im vergangenen Sommer hatte der Konzern auf seine Kohle- und Gaskraftwerke gut 1,2 Milliarden Euro abgeschrieben. Vorstandschef Frank Mastiaux legt am 17. März die Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr vor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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