Energie

EnBW-Hauptversammlung
„Wir haben noch nicht die kritische Masse erreicht“

Der Energieversorger EnBW will vor allem in Windkraft investieren. Das ist auch nötig – denn im herkömmlichen Stromgeschäft gab es starke Rückschläge. Auch bei der Rechtstreue sieht EnBW-Chef Mastiaux Handlungsbedarf.
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Karlsruhe/Stuttgart Deutschlands drittgrößter Versorger EnBW will künftig mehr Geld in erneuerbare Energie investieren und Zweifel an seiner Rechtstreue ausräumen. „Das Energiegeschäft wandelt sich tiefgreifend - und die EnBW wird es auch tun“, sagte der seit Oktober an der Vorstandspitze von EnBW stehende frühere E.ON -Manager Frank Mastiaux am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Karlsruhe.

Nachholbedarf bestehe vor allem bei alternativen Energien. „Bei den erneuerbaren Energien haben wir längst noch nicht die erforderliche kritische Masse erreicht“, sagte Mastiaux vor den Anteilseignern. Das Unternehmen hat nur wenige freie Aktionäre: 93,5 Prozent der Anteile gehören zu jeweils gleichen Teilen dem Land Baden-Württemberg sowie einem Zweckverband oberschwäbischer Landkreise (OEW).

EnBW werde vor allem die Windkraft ausbauen, kündigte Mastiaux an. An Land prüfe das Unternehmen derzeit 160 Standorte, an denen bis zu 500 Windkraftanlagen entstehen könnten. Auch die verfügbaren Potenziale bei der Wasserkraft wolle EnBW ausschöpfen. Jedoch hat EnBW nur einen sehr beschränkten Handlungsrahmen.

So sanken die Investitionen des baden-württembergischen Energieversorgers 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Drittel auf rund 877 Millionen Euro. Der mit 46 Prozent größte Teil des Geldes floss jedoch nicht in neue Projekte, sondern in die Erhaltung und Instandhaltung des schon bestehenden Kraftwerkparks. Gerade einmal 18 Prozent der Summe investierte das Unternehmen in den Ausbau der erneuerbaren Energien – einen Großteil nicht in Deutschland, sondern in der Türkei, wie das Unternehmen bei der Vorlage seiner Bilanz Anfang März mitteilte.

Im Zuge der Energiewende habe sich die Energieerzeugung in Deutschland „tiefgreifend“ gewandelt. 450 konventionellen Kraftwerken stünden inzwischen 1,3 Millionen dezentrale, erneuerbare Erzeugungsanlagen gegenüber. „Statistisch gesehen ist jeder 60. Deutsche ein Energieversorger“, rechnete Mastiaux vor. Das bringe die Stromerzeugung als Kerngeschäft von EnBW unter Druck.

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EnBW-Chef kündigt Trendwende in Sachen Compliance an

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  • Inwieweit KKW´s umweltfreundlich sind können die Meinungen stark auseinander gehen. Betriebswirtschaftlich hat er aber recht. Das was da konventionell rumsteht ist auch nicht berühmt, teilweise defizitär wie RDK 4 in Karlsruhe und gehört eigentlich stillgelegt! Investitionen in Erneuerbare dürften sich frühesten einige Jahre nach Bau und Inbetriebnahme rechnen - vorausgesetzt der dicke Altmeier kommt nicht mit seiner "Strombremse" durch. Tja, Mappus hat dem Ländle ein ganz schönes Ei gelegt.

  • Das Unternehmen wurde mit der Energiewende schwer angeschlagen. Wenn die verbleibenden 2 modernen und umweltfreundlichen Kernkraftwerke abgeschaltet werden, könnte das Unternehmen in die Insolvenz geraten.

    Vandale

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