Energie

EnBW
Niedriger Börsenstrompreis setzt Energieversorger zu

Der Gewinn beim Energiekonzern EnBW ist in den ersten neun Monaten des Jahres um mehr als zehn Prozent gefallen. Im Gesamtjahr erwartet das Unternehmen einen Rückgang des operativen Ergebnisses um bis zu fünf Prozent.
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DüsseldorfDem Energiekonzern EnBW macht die Energiewende laut eigenen Angaben weiter schwer zu schaffen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei in den ersten neun Monaten um 10,5 Prozent auf 1,632 Milliarden Euro gefallen, teilte der Versorger am Dienstag mit.

Im Gesamtjahr erwartet das Unternehmen weiter einen Rückgang des operativen Ergebnisses um bis zu fünf Prozent.

Die Karlsruher kämpfen wie E.ON und RWE, die in dieser Woche ebenfalls ihre Zahlen vorlegen, mit dem Preisverfall an den Strombörsen. Dort sinken die Preise unter anderem durch den Ausbau des Ökostroms und der Überkapazitäten an Kraftwerken.

Nachdem EnBW deshalb im Sommer auf seine Kohle- und Gaskraftwerke gut 1,2 Milliarden Euro abgeschrieben hatte, stand unter dem Strich nun ein Verlust 771 Millionen Euro in den Büchern. Im Vorjahreszeitraum hatte EnBW noch einen Gewinn von 234 Millionen Euro erzielt.

EnBW wird sich womöglich bald von einem großen Anteil an seinem Ostsee-Windpark Baltic 2 trennen. „Wir sind in Gesprächen mit Finanzinvestoren“, sagte Finanzchef Thomas Kusterer am Dienstag während einer Telefonkonferenz. Dabei gehe es um einen Anteil von bis zu 49 Prozent. Näheres könne der Konzern vielleicht bis Ende des Jahres sagen.

Der Windpark nördlich von Rügen soll eine Leistung von 288 Megawatt haben. Die Karlsruher bekräftigten, sich auch von ihren Anteilen an dem Mannheimer Versorger MVV und dem österreichischen EVN trennen zu wollen. Es gebe dabei aber keinen Druck.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EnBW: Niedriger Börsenstrompreis setzt Energieversorger zu"

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  • Die Grün-Rote Regierung in BW wollte ja unbedingt die Kernkraft abschaffen und damit die Energiewende einläuten.
    Jetzt kommen Kretschmar und den Grün-Roten Schlümpfen in BW nicht nur der Kraftwerksausstieg teuer zu stehen, vor allen machen die horenten Verluste in den sog. Erneuerbaren Energien der staatliche ENBW zu schaffen.
    Energiewende/EEG = Mangel und dann folgt die Armtu!

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