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Russlandgeschäft beschert Wintershall Rekordgewinn

Die Krise in der Ukraine beunruhigt viele Unternehmen mit Engagement in Osteuropa. Wintershall ficht das nicht an: Die BASF-Tochter hat 2013 einen Rekordgewinn erzielt – auch dank des Russland-Geschäfts.
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KasselAuch wegen des Ausbaus der Erdgasproduktion in Russland hat der Öl- und Gaskonzern Wintershall 2013 einen Rekordgewinn von 1,8 Milliarden Euro erzielt. Gegenüber dem Vorjahr sei das Ergebnis um 48 Prozent gestiegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Umsatz der BASF-Tochter erhöhte sich um 16 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro. Das Unternehmen kündigte eine Steigerung der Produktion an. Dazu sollen in den kommenden fünf Jahren vier Milliarden Euro in den Ausbau des Öl- und Gasgeschäftes investieren, vor allem in Russland und Norwegen.

Die Ukraine-Krise hat laut Wintershall-Chef Rainer Seele keine Auswirkungen auf den geplanten Anteilstausch des Kasseler Öl- und Gaskonzerns mit dem russischen Gasriesen Gazprom. „Alle Genehmigungen liegen vor, es geht jetzt um die operative Umsetzung. Ich sehe keine Auswirkung durch die Ukraine-Krise“, sagte Seele am Donnerstag auf der Jahrespressekonferenz der BASF-Tochter in Kassel. Wintershall-Vorstand Gerhard König ergänzte: „Die Kunden erwarten den Deal. Gazprom sieht ihn als Sprungbrett für weiteres Wachstum in Europa und Deutschland.“

BASF und Gazprom hatten einen umfassenden Anteilstausch beschlossen. Danach trennt sich die Wintershall von ihrem Gashandels- und Gasspeichergeschäft und erhält im Gegenzug mehr Anteile an Gasfeldern in Sibirien. Der Tausch soll Mitte dieses Jahres vollzogen werden.

Wintershall habe zudem keine Pläne, den 50-Prozent Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen Gascade mit Gazprom zu verkaufen, sagte Seele. Gascade betreibt ein 2300 Kilometer langes Gas-Fernleitungsnetz in Deutschland. Zum Bieterprozess um die RWE-Öl- und Gasfördergesellschaft DEA wollte sich Seele nicht äußern. Die Wintershall-Mutter BASF ist nach Angaben von mit der Situation vertrauten Kreisen noch im Rennen. RWE-Chef Peter Terium hatte erklärt, er wolle die Transaktion bis Mitte des Jahres über die Bühne bringen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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