Energie

Energiebranche Gewerkschaften kündigen Warnstreiks in Atomkraftwerken an

Die Gewerkschaften machen ernst im Tarifstreit mit Eon: Ab nächste Woche streiken die Arbeiter – auch in Atomkraftwerken.
Update: 22.02.2018 - 12:01 Uhr Kommentieren
Eon: Verdi und IG BCE kündigen Warnstreiks in Atomkraftwerken an Quelle: dpa
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Die Arbeitgeber der Tarifgemeinschaft Energie hätten bislang Entgelterhöhungen von 2,1 Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten angeboten. Die Gewerkschaft fordert dagegen 5,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

(Foto: dpa)

HannoverIm Tarifstreit mit Eon und anderen Energieunternehmen erhöhen die Gewerkschaften IG BCE und Verdi den Druck. Die Beschäftigten in den Atomkraftwerken Grohnde, Unterweser und Stade seien am kommenden Montag zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen, teilte die IG BCE mit.

An dem Ausstand einen Tag vor der dritten Verhandlungsrunde am 27. Februar sollten rund 600 Beschäftigte teilnehmen. Eine Protestkundgebung sei in Grohnde geplant. Gefährdet seien die Anlagen deswegen nicht. Das AKW Grohnde wird wegen Wartungsarbeiten ab dem Wochenende vom Netz genommen, die Kraftwerke Stade und Unterweser sind im Zuge des Atomausstiegs bereits abgeschaltet. In der Tarifgruppe Energie sind bestehende und frühere Eon-Unternehmen mit rund 20.000 Beschäftigten zusammengefasst, unter anderem der Netzbetreiber Avacon und Tennet.

Erst am Montag wurde bei Eon gestreikt. „Die Arbeitgeber haben auf stur geschaltet und ignorieren die gute wirtschaftliche Lage und die Leistungsbereitschaft der Beschäftigten“, kritisierte IG-BCE-Verhandlungsführer Holger Nieden. „Es wird Zeit, den Druck zu erhöhen.“ Beide Gewerkschaften kritisieren das Angebot der Arbeitgeber als völlig unzureichend. Ein Sprecher der IG BCE sagte, es gehe den Leuten gegen den Strich, wie der Arbeitgeber sich aufführe. „Die Milliardenverluste der Vorjahre sind vorbei. Es läuft wieder. Wir wollen unseren Anteil“.

Die Arbeitgeber der Tarifgemeinschaft Energie hätten bislang Entgelterhöhungen von 2,1 Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten angeboten. Die Gewerkschaft fordert dagegen 5,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Außerdem solle es eine Sonderleistung für IG-BCE-Mitglieder geben. Immo Schlepper, Verdi-Fachbereichsleiter in Niedersachsen und Mitglied der Verhandlungskommission, erwartet auch bei der nächsten Verhandlungsrunde streikende Beschäftigte, die „ihrem Ärger Luft machen wollen“.

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