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Energiekonzern
EnBW bereit für Kosten für Atomendlager-Suche

Der Energiekonzern EnBW zeigt sich zu Gesprächen über eine Beteiligung an den Kosten für die Suche nach einem Atommüll-Endlager bereit. Doch zuerst müsse die Politik den Energiekonzern in die Diskussionen einbeziehen.
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StuttgartDer Energiekonzern EnBW ist anders als etwa RWE grundsätzlich zu einer Beteiligung an den Kosten für die Suche nach einem Atommüll-Endlager bereit. „Wir sind in diesen Themen gesprächsbereit“, sagte der Geschäftsführer von EnBW Kernkraft, Jörg Michels, am Mittwoch in Neckarwestheim. Man warte aber darauf, von der Politik in die Gespräche einbezogen zu werden. Bisher lägen keine Details vor. Der drittgrößte deutsche Energiekonzern betreibt in Neckarwestheim, Obrigheim und Philippsburg fünf Kernreaktoren. Zwei davon sind bereits abgeschaltet.

Vertreter von Bund, Ländern und Parteien hatten sich vergangene Woche auf ein Konzept zur Endlagersuche geeinigt. Die Kosten von schätzungsweise zwei Milliarden Euro sollen die Kraftwerksbetreiber tragen. RWE und das Deutsche Atomforum hatten dies kritisiert.

Zum Kompromiss über die Suche nach dem Endlager, die eine Standortentscheidung bis 2031 zum Ziel hat, gehört auch, den zurzeit noch in Frankreich und Großbritannien lagernden deutschen Atommüll in anderen Zwischenlagern als Gorleben unterzubringen. Auch dazu zeigt sich EnBW gesprächsbereit. Michels wies darauf hin, dass es im Zwischenlager Philippsburg zwar noch freie Kapazitäten gäbe. Doch technisch und genehmigungsrechtlich sei das Lager derzeit nicht geeignet, als Ersatz für Gorleben zu dienen.

Der Konzern will sich den Bau des bereits beantragten Zwischenlagers in Obrigheim sparen. Die dort lagernden Brennstäbe müssten dann aber ins etwa 40 Kilometer entfernte Neckarwestheim gebracht werden. Sonst müsste für nur 15 Castor-Behälter ein neues Zwischenlager in Obrigheim gebaut werden. Der Transport nach Neckarwestheim könnte damit zu Einsparungen eines niedrigen zweistelligen Millionenbetrags führen. „Wir haben das als Option. Aber das ist nur dann möglich, wenn der überwiegende Teil der Öffentlichkeit und Politik das akzeptiert“, sagte Michels.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "EnBW ist anders als etwa RWE grundsätzlich zu einer Beteiligung an den Kosten für die Suche nach einem Atommüll-Endlager bereit" - sagt uns die obige Nachricht. Letztendlich werden es wieder erneute Kosten für die Allgemeinheit sein. Wie wäre es eigentlich, wenn EnBW auch mal oder endlich die Kosten für den Betrieb seines Windparks Baltic 1 in der Ostsee für die Allgemeinheit offen legt. Bisher gibt es von dem Netzbetreiber http://www.50hertz.com/de/lastflussdaten.htm nicht einmal Angaben weder über den zeitlichen Verlauf noch über die Einspeisemengen des EnBW-Offshore-Windparks Baltic 1, welcher seit Mai 2011 offiziell in Betrieb ist.

  • Sofern Sie sich über die Aussage des ENBW Sprechers wundern...ENBW gehört zur Hälfte dem Grün regierten Bundesland Baden Württemberg.

    Betreiber von Kernkraftwerken müssen wie andere Verursacher auch ihre Hinterlassenschaften beseitigen. Bis zur Jahrtausendwende wurde die Wiederaufbereitung (Recycling) des abgebrannten Kernbrennstoffs als Nachweis anerkannt. BMU Trittin verbot die Wiederaufbereitung da sie der neu aufkommenden Oekosaga der "Ungelösten Endlagerfrage" im Weg war.

    Als das Thema Endlagerung noch nicht politisch, oder religiös besetzt war hatte man die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle in Salzbergwerken als ideale Lösung betrachtet. Man hatte dies technisch erfolgreich in Asse getestet und mit Gorleben eine technisch vorbildliche Lösung gefunden. Die Versorger (letztlich die Stromkunden) haben bislang 1,6 Mrd. € für die Erkundung von Gorleben bezahlt.

    Das aktuelle Desaster mit jahrzehntelanger Zwischenlagerung bei der die Risiken maximiert werden, die Milliarden für den Bau diverser Zwischenlager und einer erneuten Suche die so gestaltet ist, dass diese garantiert erfolglos bleibt, sind extrem teure Folgen der Oekoreligion. Meines Erachtens sollten dies die Oekogläubigen, Medien und andere Oekopropheten bezahlen. Die aktuelle Rechtslage verpflichtet die Betreiber wenigstens nicht das Oekospektakel einer garantiert erfolglosen Endlagersuche zu bezahlen.

    Vandale

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