Energie

Energiekonzern
Enel-Chef heizt Fusionsfieber an

Italiens größter Energiekonzern sorgt für Übernahmespekulationen in der Branche. Das Unternehmen könne nur durch Fusionen und Übernahmen wachsen, so der Vorstandschef. Auch Innogy hat Enel dabei im Blick.
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Mailand, DüsseldorfDer größte italienische Energiekonzern Enel befeuert Übernahmespekulationen in der Branche und dabei auch den deutschen Versorger Innogy im Blick. Im Distributionsgeschäft sei Wachstum nur durch Fusionen und Übernahmen möglich, sagte Vorstandschef Francesco Starace in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir sind zu M&A verurteilt.“ Auf die Frage, ob Enel an der RWE-Ökostromtochter Innogy interessiert sei, entgegnete der Manager, dass sich sein Konzern alles anschaue. „Das heißt aber nicht, dass wir kaufen werden“, fügte er hinzu. Innogy sei ein großer Player im Distributions- und im Ökostromgeschäft, was prinzipiell eine interessante Kombination sei.

Starace hatte vor einigen Monaten erklärt, dass Enel nicht an größeren M&A-Deals interessiert sei, da diese tendenziell Werte zerstörten. Auch habe der Konzern keine Pläne, Anteile an Innogy oder Uniper zu erwerben. Innogy rückt immer wieder in den Fokus von Übernahmespekulationen. Innogy-Chef Peter Terium hatte diese am Mittwoch erneut zurückgewiesen. Er sehe Innogy nicht als Übernahmekandidaten und habe auch keine Angebote vorliegen. RWE hält noch 77 Prozent an der Tochter und hält sich die Möglichkeiten für einen weiteren Anteilsverkauf offen. Der Konzern erklärte: „Wir haben ja schon mehrfach gesagt, dass wir mit einer Vielzahl von Markteilnehmern zu vielen Themen sprechen. Und darüber hinaus wie immer unsere Aussage: Marktgerüchte kommentieren wir nicht.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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