Energie

Energiekonzern
Eon will Italien-Geschäft verkaufen

Eon ist der fünftgrößte Stromerzeuger in Italien, doch richtig Spaß macht das Geschäft dem Konzern nicht mehr. Die Pläne sind zwar noch nicht gediehen, aber der Beschluss steht fest: Die Tochter soll verkauft werden.
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DüsseldorfEon will sich weitgehend aus dem italienischen Markt zurückziehen. Die Tochter Eon Italia werde verkauft, erfuhr das Handelsblatt (Donnerstagausgabe hier als ePaper) aus Konzernkreisen. Die Pläne seien zwar noch in einem frühen Stadium, die Entscheidung aber gefallen – und der Konzern werde sich schon bald auf die Suche nach Käufern machen. Ein Eon-Sprecher wollte das zwar nicht bestätigen. Er sagte aber, der Konzern prüfe „ständig strategische Optionen für sein Portfolio – und das schließt Italien ein“. In Branchenkreisen wird der potenzielle Kaufpreis auf mehr als zwei Milliarden Euro geschätzt.

Eon Italia gehört mit einer Kapazität von 6,1 Gigawatt zu den fünf größten Stromerzeugern des Landes. Neben Kohle-, Gas- und Ölkraftwerken gehören dazu auch Wasserkraftwerke, Wind- und Photovoltaikanlagen. Die Tochter versorgt zudem knapp eine Million Kunden direkt und beschäftigt mehr als 1 000 Mitarbeiter. Teyssens Vorgänger Wulf Bernotat war 2007 noch groß in Italien eingestiegen und hatte ehrgeizige Wachstumspläne. Inzwischen leidet Eon dort aber unter einer schwachen Nachfrage und hohen Steuern.

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