Energie

Energiekonzern herabgestuft

Jetzt senkt auch Moody's das Rating bei RWE

Ende August hat bereits Standard & Poor's die Bewertung für RWE gesenkt. Nun zieht auch die Ratingagentur Moody's nach. Grund sind die gefallenen Strom-Großhandelspreise und Probleme in Großbritannien.
Weil die Kosten für Refinanzierungen bei einem schlechteren Rating steigen, kann die Neubewertung kostspielige Folgen haben. Quelle: dpa
Herabstufung kann teuer werden

Weil die Kosten für Refinanzierungen bei einem schlechteren Rating steigen, kann die Neubewertung kostspielige Folgen haben.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDem kriselnden Energiekonzern RWE sitzen die Ratingagenturen zunehmend im Nacken. Moody's stufte am Freitag die Bewertung der Kreditwürdigkeit von RWE um eine Stufe auf „Baa2“ zurück. Der Ausblick sei negativ. Damit droht dem Konzern eine weitere Herabstufung. Die Experten begründeten die Senkung der Bonitätsnote mit schwachen Geschäftsaussichten, die von den gefallenen Strom-Großhandelspreisen und den Problemen im britischen Strom- und Gasgeschäft geprägt seien.

Ende August hatten bereits die Ratingagentur Standard & Poor's ihre Bewertung für das Essener Unternehmen gesenkt. Bei beiden Ratingagenturen liegt die Bonitätsnote nun noch zwei Stufen über dem „Ramsch“-Niveau ab der Investments als spekulativ gelten.

Für RWE könnte die Refinanzierung durch solche Herunterstufungen teurer werden. Den Konzern drücken Schulden von über 25 Milliarden Euro.

„Blutspuren in unserer Bilanz“
Peter Terium
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„Das Unternehmen geht durch ein Tal der Tränen.“
(RWE-Chef Peter Terium bei der Quartalsbilanz im November 2013)

Bernhard Günther
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„Die niedrigen Strompreise hinterlassen ihre Blutspuren in unserer Bilanz.“
(RWE-Finanzvorstand Bernhard Günther, Mitte, im Mai 2014)

Peter Terium
3 von 6

„Das Tal der Tränen ist also noch nicht durchschritten.“
(RWE-Chef Peter Terium bei der Jahresbilanz im März 2015)

Ingo Speich
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„RWE muss sich gesundschrumpfen und braucht an der Spitze keinen Visionär, sondern einen Sanierer.“
(Fondsmanager Ingo Speich bei der Hauptversammlung im April 2014)

Marc Tüngler
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„Womit verdient RWE in fünf Jahren sein Geld - das ist die Gretchenfrage.“
(Aktionärsvertreter Marc Tüngler bei derselben Hauptversammlung)

Matthias Hartung
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„Unabhängig von Länder- und Spartengrenzen: Es geht ums Überleben.“
(RWE-Kraftwerkschef Matthias Hartung im Juli 2015)

  • rtr
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