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Energiekonzern

Uniper will Steinkohlekraftwerk teilweise pausieren lassen

Der Block 5 des hessischen Steinkohlekraftwerks Staudinger soll in den nächsten Jahren jeweils für einige Monate stillstehen. Dadurch spare das Unternehmen mehrere Millionen Euro jährlich ein. Die Anlage läuft seit 1992.
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Wasserdampf steigt aus dem Steinkohlekraftwerk Staudinger in Hessen auf. Künftig soll das Kraftwerk für mehrere Monate jährlich stillstehen. Quelle: dpa
Kohlekraftwerk

Wasserdampf steigt aus dem Steinkohlekraftwerk Staudinger in Hessen auf. Künftig soll das Kraftwerk für mehrere Monate jährlich stillstehen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Energieversorger Uniper will in den nächsten drei Jahren sein Steinkohlekraftwerk Staudinger 5 in Großkrotzenburg (Hessen) aus Kostengründen im Sommer vom Netz nehmen. Block 5 soll ab 2018 bis 2020 jeweils in den Monaten Juni bis August stillstehen, teilte das Unternehmen am Freitag in Düsseldorf mit. Man habe die Bundesnetzagentur und den Übertragungsnetzbetreiber Tennet über das Vorhaben informiert. Tennet müsse nun prüfen, ob das Kraftwerk in der Nähe von Hanau für das Stromnetz „systemrelevant“ ist.

Durch die geplante Stilllegung spart Uniper nach eigenen Angaben jährlich Kosten im hohen einstelligen Millionen-Bereich. Ohne diese Maßnahme müsste Block 5 vollständig geschlossen werden, erklärte das Unternehmen. „Die wirtschaftliche Situation des Kraftwerks ist generell schwierig, aber insbesondere in den Sommermonaten ist es kaum noch möglich, ausreichende Erlöse zu erwirtschaften“, erläuterte Uniper-Vorstand Eckhardt Rümmler. Die Fernwärmeversorgung sei nicht betroffen und während der Stillstandmonate sichergestellt. Im Sommer wird generell weniger Strom verbraucht.

Das Kraftwerk Staudinger ist den Angaben zufolge das größte konventionelle Kraftwerk in Hessen. Die Blöcke 1-3 wurden bereits in den Jahren 2012 und 2013 stillgelegt. Block 4 ist ein Gaskraftwerk.

  • dpa
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