Energie

Energiekonzern Verbund
Niedriger Strompreis schmälert Gewinn

Gesunkene Strompreise und Einmaleffekte prägen das Geschäftsjahr des österreichischen Energiekonzerns Verbund: Der Gewinn fiel um mehr als 78 Prozent. Auch die Aktionäre bekommen das schlechte Jahr nun zu spüren.
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WienÖsterreichs größter Stromkonzern Verbund stimmt seine Aktionäre nach einem Ergebniseinbruch auf anhaltend maue Geschäfte ein. Am Gewinn nagen die stark gesunkenen Strom-Großhandelspreise, für die Konzernchef Wolfgang Anzengruber in den kommenden Jahren keine Trendwende erwartet. „Wir sehen in den nächsten zwei bis drei Jahre eine flache Entwicklung und erst ab Ende des Jahrzehnts steigende Preise“, sagte er am Mittwoch.

Der gesamten Energiebranche machen die niedrigen Preise zu schaffen, die wegen des Ausbaus des Ökostroms und der Überkapazitäten an Kraftwerken auf den tiefsten Stand seit Jahren gepurzelt sind. Der vor einer Aufspaltung stehende deutsche Versorger Eon etwa hat im Vorjahr einen Rekordverlust geschrieben.

Um den Preisverfall abfedern zu können, will Verbund sein Sparprogramm fortsetzen. Neben Kürzungen von Investitionen sei bis 2020 der Abbau von weiteren 250 Stellen geplant. Kündigungen will der Firmenchef vermeiden. Die dadurch entstehenden Kosteneinsparungen bezifferte Anzengruber mit 20 bis 30 Millionen Euro. Im Zuge des vor rund eineinhalb Jahren geschnürten Sparpakets sind bereits 250 Stellen durch die normale Fluktuation weggefallen. Derzeit beschäftigt die mehrheitlich im Staatsbesitz stehende Firma 3200 Mitarbeiter.

Dennoch rechnet Verbund für das laufende Jahr mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses (Ebitda) auf 770 Millionen Euro. Unter dem Strich sollte der Gewinn jedoch auf rund 180 Millionen Euro steigen nach 126,1 Millionen Euro im Vorjahr. Die Ausschüttungsquote von rund 50 Prozent will Verbund stabil halten. Die Verbund-Aktie verlor mehr als zwei Prozent.

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