Energie

Energiekonzern vor der Aufspaltung

Eon schreibt einen Rekordverlust

Eon räumt auf für die Aufspaltung des Konzerns: Mehr als acht Milliarden Euro werden abgeschrieben. Der Energiekonzern macht so viel Verlust wie noch nie. Das verheißt nichts Gutes für die neue Gesellschaft Uniper.
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Hohe Abschreibungen verhageln dem Energiekonzern das dritte Quartal. Quelle: dpa
Eon-Kernkraftwerk Grohnde

Hohe Abschreibungen verhageln dem Energiekonzern das dritte Quartal.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Energieriese Eon treibt ungeachtet eines Rekordverlustes seine Pläne für eine Aufspaltung voran. In den ersten neun Monaten habe der Konzern einen Verlust von 5,67 Milliarden Euro verbucht, teilte der Versorger am Mittwoch mit. Ursache hierfür waren unter anderem hohe Abschreibungen.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei um 18 Prozent auf 5,361 Milliarden Euro gefallen. Damit traf der Versorger in etwa die Erwartungen der Analysten. Das Handelsblatt hatte schon im Vorfeld über den Rekordverlust und die Milliarden schweren Abschreibungen berichtet. Die Aktie hatte deshalb schon am Dienstag kräftig an Wert eingebüßt.

Eon war auf den Abschreibungsbedarf von 8,3 Milliarden Euro bei den Vorbereitungen für die zum Jahresbeginn geplante Aufspaltung gestoßen. Die Eon SE wird sich dann auf das Geschäft mit der Energiewende konzentrieren, also Vertrieb, Netze und erneuerbare Energien. Das bisherige Kerngeschäft, der Betrieb von Kohle- und Gaskraftwerke, wird von der neuen Gesellschaft Uniper übernommen, von der Eon im Laufe des Jahres die Mehrheit abgegeben will.

Für den Spaltungsbericht, der zur Hauptversammlung im Mai vorliegen muss, müssen alle Chancen und Risiken identifiziert sein. „Wir gehen mit der operativen Trennung der Aktivitäten auf die Zielgerade“, erklärte das Management am Mittwoch.

Deutlich verschlechtert haben sich die Aussichten vor allem in der konventionellen Stromerzeugung, weil der Energiemarkt immer mehr mit Wind- und Solarenergie geflutet wird. An der Energiebörse EEX wird eine Megawattstunde Strom, die 2016 geliefert werden soll, derzeit für gerade noch 29 Euro gehandelt. Vor vier Jahren waren es noch mehr als 60 Euro. Weil sich deshalb die Kraftwerke immer weniger rechen, musste Eon die Firmenwerte abschreiben.

Für Uniper sind die Startbedingungen damit denkbar schlecht. Schließlich übernimmt das Unternehmen, das der ehemalige Finanzvorstand Klaus Schäfer leiten wird, die notleidende Stromerzeugung. Allerdings gehören zu seinem Unternehmen auch der Gasgroßhandel und die Wasserkraftwerke.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Eon die Prognose. Danach soll 2015 das Ebitda auf 7,0 bis 7,6 Milliarden Euro fallen nach 8,3 Milliarden Euro zuvor.

Am Donnerstag legt Konkurrent RWE den Zwischenbericht für die ersten neun Monate 2015 vor. Branchenexperten sehen auch bei RWE einen Abschreibungsbedarf. Die dafür nötigen Impairmenttests sind aber erst im vierten Quartal fällig.

So sieht das neue Metro-Logo aus
Neues Metro-Logo
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Deutschlands einst größter Handelskonzern hat sich aufgespalten: Unter dem Namen Metro firmiert nun nur noch das Lebensmittelgeschäft mit den Metro-Großmärkten und Real. Dafür hat der Konzern auch gleich eine neues Logo spendiert.

Altes Metro-Logo
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Bei der letzten Metro-Hauptversammlung prangte noch das alte Logo am Rednerpult – hier sicherte sich Metro-Chef Kort die Zustimmung der Aktionäre für die Aufspaltung.

Neues Aldi-Logo
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Der Discounter Aldi Süd möbelt nach elf Jahren sein Logo auf. Das neue Aldi-Emblem hat im Prinzip die gleichen Elemente wie sein Vorgänger. Doch insgesamt wirkt das Logo weniger eckig und kantig – und wartet mit einer Art 3D-Effekt beim gestrichelten „A“ auf.

Das alte Aldi-Logo
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Seit dem Jahr 2006 sah das Logo von Aldi Süd so aus. Insgesamt ist es die siebte Logo-Änderung seit 1948.

Uniper
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Die Kraftwerkstochter Uniper des Energieriesen Eon startet im nächsten Jahr mit einem blauen Logo - ähnlich wie der große Essener Konkurrent RWE. Das Uniper-Blau werde aber dunkler als das von RWE, sagte ein Eon-Sprecher. Unter dem neuen Firmennamen spaltet Deutschlands größter Energiekonzern ab 2016 seine Kohle- und Gaskraftwerke sowie Teile des Auslandsgeschäfts ab. Der Mutterkonzern Eon konzentriert sich vor allem auf Erneuerbare Energien und den Netzbetrieb.

Neuer Thyssen-Krupp-Schriftzug
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Vorstandschef Heinrich Hiesinger will Thyssen-Krupp ein neues Image geben. Dem in den vergangenen Jahren schwer gebeutelten Industriekonzern geht es wieder besser – jetzt wird an der Marke gearbeitet. Der Essener Dax-Konzern gibt sich schlankeres Outfit. Die Großbuchstaben in „ThyssenKrupp“ werden entfernt. Das Unternehmen schreibt sich in Zukunft selbst klein: „thyssenkrupp“. Auch das Logo wird verändert.

Neues Thyssen-Krupp-Logo
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Ganz schön retro das neue Logo: Der sogenannte Rheinstahl-Bogen soll mit den Krupp-Ringen „verschmelzen“. Eigentlich ist der neue Markenauftritt noch geheim und soll erst im November vorgestellt werden. Beim Deutschen Patent- und Markenamt ist er aber bereits zu finden.

  • juf
  • rtr
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49 Kommentare zu "Energiekonzern vor der Aufspaltung: Eon schreibt einen Rekordverlust"

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  • Herr Feiden,

    wir sind ein souveränes Land. Darauf pochen Rechtspopulisten doch immer, oder?. Wir können Abkommen so oft aussetzen, wie wir wollen, wenn wir bereit sind, die Folgen zu tragen. Und wenn wir aus humanitären Gründen das Schengen-Abkommen eine Zeit lang außer Kraft setzen, dann möchte ich das Land oder die Organisation sehen, die uns dafür bestrafen möchte.

    Und bei den angeblichen Kosten für unsere Gesellschaft liegen Sie mit der Flüchtlingsproblematik genauso falsch, wie bei der Energiewende.

    Von mir aus sehen Sie die Flüchtlinge als Bedrohung an. Ich mache das nicht; im Gegenteil. Flüchtlinge (die wie die syrischem Migranten zu einem großen Teil gut ausgebildet sind) sind unsere einzige Chance innerhalb der nächsten 25-50 Jahre unsern Lebensstandard zu erhalten. Ohne Zuwanderung leben in Deutschland in wenigen Jahrzehnten noch 75 Mio. Menschen, von denen 45% über 65 Jahre alt sind. Und das würde bedeuten: Arbeiten bis 75 und anschließend gibt es eine Rente auf Hartz4-Niveau. Und das ist keine Ideologie, das ist Demografie.

  • Herr Fratscher,
    die Massenmigration ist genauso rechtswidrig wie die Eurorettung. Punkt. Und DIESE Energiewende wird m.E. nicht funktionieren. Ist aber nur meine Privatmeinung. Zudem verstösst das Aufstellen von Windkraftmonstern gegen Natur- und Landschaftsschutz. Nur meine Meinung. Aber was hat man heute noch viel mit Gestzen zu tun....
    Und eines haben diese drei Projekte gemeinsam: sie werden TEUER. Der Bürger bezahlt monetär und mit der Schleifung fundamentaler Bürgerrechte. DAS ist das eigentliche Ziel. Europäische Nationalstaaten werden "marktkonform" gemacht.

    Und wer den Rechtsbruch kritisiert, ist in den Augen dieses Systems gefährlich und damit ein NAZI. Klar doch.

  • Zitat: "Eine unbezahlbare, nicht funktionierende Energiewende ist also genauso alternativlos wie die Eurorettung und die illeage Massenimigration, gelle?"

    Falsch, es geht auch mit DM oder Ostmark und wir können auch nach bester DDR-Manier wieder eine Mauer um unser Land bauen. Dieses Mal, damit die Leute draußen bleiben und nicht, damit Sie nicht raus können.

    "Und: schauen Sie doch mal Rohstoff-Cahrts..."

    Was sollte da raus kommen?. Langfristig steigen die Rohstoffpreise und der Preis z.b. von Rohöl in der vergangenen Woche ist so interessant, wie die Lottozahlen vom vergangenen Samstag.

    Stichwort: "Massenimigration":
    Der ganze "Opferkult", dem sich Afd, Pegida und Konsorten im Zusammenhang mit den Flüchtlingen freiwillig unterziehen, geht mir am Allerwertesten vorbei.
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/rechtspopulismus-im-netz-opferkult-nach-troll-art-kolumne-a-1061024.html

    An dem Flurschaden, der in den östlichen Bundesländern gerade angerichtet wird, werden die "Ossis" allerdings noch lange zu knabbern haben. Auf die rassistisch motivierten Angriffe Anfang der 1990er Jahre wurde noch 2002 (ca.) im weltweit bekanntestem Reiseführer "Lonely Planet" hingewiesen und Farbige wurden vor Reisen in die "ehemalige DDR" gewarnt.

    Den Ruf als Keimzelle von Neo-Nazis und Rechtsextremismus festigen die neuen Bundesländer gerade.

  • Eine unbezahlbare, nicht funktionierende Energiewende ist also genauso alternativlos wie die Eurorettung und die illeage Massenimigration, gelle?

    :-D

    Und: schauen Sie doch mal Rohstoff-Cahrts...

  • Zitat: "MÜSSEN wir Deutschen uns eine Energiewende leisten.."

    Ja, die ist nun wirklich alternativlos. Fossile Energien werden früher oder später unbezahlbar und wenn wir unseren Lebensstandard halbwegs beibehalten wollen, brauchen wir eine zukunftssichere, unabhängige Energieversorgung. Davon abgesehen wird nicht mehr akzeptiert, wg. dem bischen Strom, Auto fahren oder heizen die Luft zu verschmutzen und eine weltweiten Klimawandel zu riskieren.

  • MÜSSEN wir Deutschen uns eine Energiewende leisten, bei denen die ursprünglich formulierten Ziele "Umweltverträglichkeit", "Versorgungssicherheit" und "Bezahlbarkeit" offensichtlich immer weiniger eine Rolle spielen? Müssen wir weiter Zufallskraftwerke in die landschaft bauen, obwohl Speichermedien im grosstechnischen Masstab weiter nicht in Sicht sind? Muss wegen feheldner Speicher nicht zwangsläufig der Stromexport des wertlosen Zufallsstroms nicht immer weiter ansteigen? Muss es nicht zu Problemen in großem Umfang kommen, wenn die Nachbarländer in Europa auch eine Energiewende nach deutschem Vorbild - ohne Speicher- anstreben? Verkommt Energiewenden zum Selbstzweck, zur Ideologie?
    MÜSSEN wir Andersdenkende nicht ebenso wirksam gesellschaftlich ausgrenzen, wie in der Flüchtlingsdebatte?

    Wie dem auch sei. Strom aus russischem Erdgas zu rd. 5 Cent die KWh erschenen mir umweltschoondnder als den Zirkus, den wir hier veranstalten.

  • Mainova Strom Classic
    Basis-Tarif
    357,80 €
    71,40 €/Jahr
    28,64 ct/kWh
    0,00 €
    Und mein Herr, jetzt die Werte von der Mainova-Page. Ich hoffe Ihre Birne ist jetzt erleuchtet.

  • Zitat: „Nach diesem Artikel hier sorgen Windkraft- und Solaranlagen derzeit gerade mal für 2,2% des deutschen Energiebedarfes.“

    Und da stehen Sie nun fassungslos und lassen sich von einer Zahl erschlagen, die Sie nicht einordnen können, oder? Der Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Primärenergieverbrauch betrug 2014 etwa 11 %, 2015 werden es wohl 12% sein.

    Was ist denn der Energiebedarf Deutschlands? Verwechseln Sie da nicht aktuellen Energieverbrauch mit Energiebedarf?

    - MÜSSEN wir Auto mit einem Kraftstoff fahren, dessen Energie zu 80% in der Luft verpufft?
    - MÜSSEN wir unsere Wohnung so heizen, dass 90 % der eingesetzten Energie ohne Wärmewirkung zum Schornstein oder durch schlecht gedämmte Fassaden und Fenster rausgeht?
    - Müssen wir fossile Energieträger in Kraftwerken verstromen, die einen Wirkungsgrad von 30% haben? (ohne Wärme)

    Elektromotoren haben einen Wirkungsgrad von über 90 % und Häuser brauchen bei entsprechender Ausrüstung überhaupt keine Energie von außen für Wärme und Strom mehr. Gehen Sie doch nicht den Lobbyisten auf den Leim, die für eine Klientel arbeiten, der die Angst vor der eigenen Bedeutungslosigkeit im Nacken sitzt und die Ihnen einen „Energiebedarf“ einreden, den Sie in vielen Bereichen ohne jede Komfortbeeinträchtigung, also ohne jeden Verzicht locker dritteln können.

  • Dann fangen Sie an mit dem Lernen mein Herr.

  • "Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. "

    Naja wer mit Auszügen aus Honecker-Zitaten um die Ecke kommt ("Der Sozialismus wird den Kapitalismus überholen. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche") , den muss man auch nicht ernst nehmen. Ihnen wünsche ich, dass man Sie heute schon vom Netz nimmt. Dann können Sie sich schonmal darauf einstellen, was Ihnen in Ihrer späteren Märchenwelt blüht. Übrigens habe ich jede Menge Argumente angebracht. Zum einen das Beispiel mit der Zufallsenergie. Heute arbeiten wir und morgen eben nicht. Und zum anderen das Märchen mit der Netzregulierung durch die E-Fahrzeuge. Und zu guter letzt das Märchen von der achso schlimmen Luftverschmutzung hier in Deutschland. Wenn Sie in China oder Indien aus dem Flugzeug steigen, dann haben Sie in einer Industriestadt sofort einen kratzenden Belag im Hals. Dahin sollten Sie gehen und Ihre Predigt halten. Aber die werden sich von Selbstzerstörung fern halten. Da wird man Sie auslachen. Genauso wie intelligente Menschen solche Menschen wie Sie bereits hier in Deutschland auslachen.

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