Energie

Energiepolitik
USA bremsen Export von Fracking-Gas

Die Gasproduktion in den USA zieht dank des Fracking-Booms an. Konzerne wollen daher gerne mehr Flüssigerdgas exportieren. Doch die Regierung scheut, Genehmigungen für die Ausfuhr zu erteilen.
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WashingtonDie USA werden künftig möglicherweise deutlich mehr Erdgas ausführen als bislang. Das Energieministerium prüft zahlreiche Anträge, Flüssigerdgas nach Japan, Indien oder auf andere Märkte zu exportieren, wo die Gaspreise deutlich höher als in den USA liegen. Die Überlegungen haben in Amerika heftige Debatten ausgelöst.

Zu den Kritikern gehören große Konzerne, die mit Erdgas arbeiten, genauso wie Umweltschützer. Die Unternehmen werfen dem Ministerium vor, die Gasausfuhr überhastet zu genehmigen. Steigende Preise und negative Folgen für die Konjunktur seien nicht auszuschließen. Die Umweltschützer wiederum befürchten, dass durch eine Ausweitung des Exportgeschäfts die umstrittene Fracking-Methode zur Öl- und Erdgasförderung noch stärker boomt. Fracking gefährde die öffentliche Gesundheit ebenso wie die Umwelt.

Auch aus dem anderen Lager bekommt das Ministerium Druck. Von den fast zwei Dutzend Terminals, von denen aus Flüssigerdgas (LNG) ins Ausland verschifft werden soll, sei in den vergangenen zwei Jahren nur einer genehmigt worden, das sei zu wenig, monieren Branchenverbände. Vier weitere Projekte hätten zwar grünes Licht bekommen, aber nur unter Auflagen.

„Dass das Energieministerium bei der Vergabe von Exportlizenzen für Flüssigerdgas so ein Bummeltempo anschlägt, verstößt gegen unsere handelspolitischen Verpflichtungen“, sagt Margo Thorning von der Lobbygruppe Act On LNG, die für die Gas-Exporte eintritt. Wegen des Verhaltens der Behörde könnten den USA Einnahmen in Milliardenhöhe auf dem globalen Gasmarkt entgehen, erklärt Thorning.

„In einer perfekten Welt sollte die Behörde doch alle Anträge genehmigen, die den Anforderungen entsprechen, und es dann dem Markt überlassen, herauszufinden, welche Projekte tatsächlich gebaut werden“, sagte Marty Durbin, Präsident von America's Natural Gas Alliance, einem Branchenverband, der Amerikas Wettbewerbsfähigkeit über verstärkte Erdgasexporte sichern will.

Die Anlagen, die bislang eine vorläufige oder endgültige Genehmigung erhalten haben, würden täglich 189 Millionen Kubikmeter Erdgas exportieren können, was dem Jahresverbrauch von knapp 70 000 Haushalten entspricht. Doch das ist der Anfang, denn wenn alle Vorhaben umgesetzt werden, die derzeit im Gespräch sind, würde die Ausfuhrmenge mehr als das Vierfache betragen. Bei den Energieunternehmen heißt es, Amerika müsse jetzt handeln, bevor Staaten wie Russland oder Iran ihre Exportkapazitäten so stark steigern, dass sie die Nachfrage aus Asien und anderen Regionen der Welt bedienen können.

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Der Fracking-Boom

Kommentare zu " Energiepolitik: USA bremsen Export von Fracking-Gas"

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  • Erdoel und Erdgas werden weder in den USA noch in Deutschland subventioniert(!), uebrigens ganz im Gegensatz zu Steinkohle, Atomenergie, und Alternativen Energieformen (Biogas, Biosprit, Solarenergie, Windkraft) in Deutschland. Wuerde mich mal interessieren, warum Sie solche Maerchen hier verbreiten? Ahnungslosigkeit, Absicht?

  • Wieso das? Die Deutschen exportieren auch hoch subventionierten Oekostrom fuer 5,6ct den sie vorher fuer 20 ct produzieren und glauben damit das Geschaeft Ihres Lebens zu machen...

  • Zitat : Die USA werden künftig möglicherweise deutlich mehr Erdgas ausführen als bislang

    - wenn man den vom Amerikanischen Steuerzahler subventioniertes Fracking - Gas exportiert ( das bedeutet, dass der Gaspreis NICHT über dem Weltmarktpreis liegen darf ) , verschenkt man quasi die Steuergelder ans Ausland !

    So blöd können die Amis nun auch nicht sein !

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