Energie

Energieriese mit kräftigen Einbußen
RWE in der Gewinnzone – ganz knapp

RWE muss kräftige Einbußen verzeichnen. Deutschlands größter Stromproduzent ist aber im Gegensatz zu Konkurrent Eon nicht in die roten Zahlen gerutscht. Bei den Gas- und Kohlekraftwerken stabilisiert sich das Geschäft.
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DüsseldorfDer Energieversorger Eon hat den Markt in der vergangenen Woche mit einem gewaltigen Verlust schockiert. Unter dem Strich stand wegen hoher Abschreibungen ein Fehlbetrag von 9,3 Milliarden Euro. So schlimm kam es bei RWE nicht. Der Konkurrent musste zwar auch enorme Einbußen verkraften, konnte sich aber in der Gewinnzone halten - wenn auch äußerst knapp. Das Nettoergebnis verringerte sich im Zwischenbericht für die ersten neun Monaten 2016 um 99,4 Prozent auf gerade einmal noch elf Millionen Euro, wie der Konzern am Montag mitteilte.

RWE verwies zum einen auf einen Rückgang beim operativen Ergebnis. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um 13 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Der Großhandel rutschte in die Verlustzone. Das Kerngeschäft, die konventionelle Stromerzeugung in Atom-, Kohle- und Gaskraftwerken konnte sich dagegen stabilisieren.

Gleichzeitig verschlechterte sich das Finanzergebnis. RWE hatte zum einen im Vorjahr hohe Gewinne durch den Verkauf von Wertpapieren erlöst. In den ersten drei Quartalen 2016 musste der Konzern dagegen Verluste hinnehmen.

RWE legt erstmals nach dem Börsengang der „grünen“ Tochter Innogy den Zwischenbericht vor. Das Unternehmen, in dem RWE das Geschäft mit der Energiewende – erneuerbare Energien, Vertrieb und Netze gebündelt hat – hatte Anfang Oktober das Debüt am Aktienmarkt gegeben. RWE hält noch 77 Prozent der Anteil, führt das Unternehmen aber als Finanzbeteiligung.

Die vergleichsweisen stabilen Erträge der Tochter kann RWE aber gut gebrauchen, schließlich steht das eigene operative Kerngeschäft – die konventionelle Stromproduktion – seit Jahren durch die Energiewende unter Druck. Innogy hatte am Freitag den Zwischenbericht für die ersten neun Monate vorgelegt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging um sieben Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich fiel der Nettogewinn um rund 30 Prozent auf eine Milliarde Euro. Der Finanzvorstand von Innogy, Bernhard Günther, hatte die Zahlen zwar als „grundsolide“ bezeichnet. Die Börse sah das aber offenbar anders. Die Aktie war am Freitag zunächst um mehr als sechs Prozent gefallen.

Dabei war der Börsengang ein voller Erfolg. Die Anleger hatten die Aktien zum Maximalpreis von 36 Euro abgenommen. Damit flossen Innogy zwei Milliarden Euro zu. RWE nahm 2,6 Milliarden Euro ein. Das Geld kann RWE gut für die Sanierung gebrauchen. Der Konzern war in den vergangenen Jahren durch die Energiewende in Turbulenzen geraten. Die Kohle- und Gaskraftwerke wurden zunehmend durch Wind- und Solarenergie aus dem Markt gedrängt.

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Großhandel rutscht in die Verlustzone

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  • Die Versorger waren einst Cash Maschinen die im Ausland Bewunderung erzeugt haben und viele Kommunen finanziert haben.

    Mit der Ökoreligion hat man Subventionssätze für umweltschädliche Windmühlen und Solaranlagen eingerichtet und dem erzeugten, wertlosen Zufallsstrom Vorrang eingeräumt.

    Gegen eine unendlich subventionierte Konkurrenz mit gesetzlichem Vorrang hat natürlich kein modernes Grosskraftwerk eine Chance. Die Netzstabilität hat man dagegen den modernen Grosskraftwerken überlassen. Diese wird auch nicht vergütet. Die Grosskraftwerke werden in kalter, warmer Bereitschaft, im Teillastbetrieb, oder im Lastfolgebetrieb gefahren. Dies ist natürlich wirtschaftlich suboptimal. Die Lasten werden von den Versorgern getragen.

    In einem ökoreligiösem Delirium hat man die umweltfreundlichen Kernkraftwerke stillgelegt ohne die Eigentümer zu entschädigen. Das kostenträchtige Spektakel um die Entsorgung radioaktiver Abfälle hat man dagegen weitergeführt.

    Insgesamt hat man die Versorger zu Lasten der Ökoreligion geschlachtet. Unfair ist dass man teils privaten Eignern dies nicht entschädigt.

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