Energie

Energieversorger
EnBW-Chef dampft weiter ein

EnBW-Chef Frank Mastiaux sieht Sparen als „Dauerthema“. Seit Ende 2012 baut EnBW kräftig Arbeitsstellen ab, nun sollen weitere Jobs wegfallen – vor allem im Bereich der konventionellen Kraftwerke.
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StuttgartDer Umbau des Energieversorgers EnBW wird nach den Worten von Vorstandschef Frank Mastiaux mit weiteren Stellenstreichungen verbunden sein. In Bereichen, die wirtschaftlich unter Druck stünden, müsse die Stellenzahl spürbar reduziert werden, sagte Mastiaux in einem Interview mit den „Stuttgarter Nachrichten“ (Dienstagausgabe). In Wachstumsbereichen sollten gleichzeitig neue Stellen geschaffen werden. „Klar ist, dass das Sparen für uns ein Dauerthema bleibt“, sagte Mastiaux. Auswirkungen auf die Beschäftigung seien unvermeidbar.

Wie viele der insgesamt rund 19.000 Beschäftigten letztlich das Unternehmen verlassen müssen, sagte Mastiaux nicht. Die EnBW hat seit Ende 2012 bereits rund 1300 Stellen abgebaut. Seitdem der Ausstieg aus der Kernenergie eingeleitet worden ist, stellt sich der drittgrößte deutsche Energiekonzern auf die Erzeugung erneuerbarer Energie um. Wirtschaftlich unter Druck stehen alle konventionellen, mit Kernenergie, Kohle und Gas betriebenen Kraftwerke.

Erst im August hatte EnBW tiefrote Zahlen für das erste Halbjahr gemeldet. Als Grund nannte das Unternehmen Wertberichtigungen auf konventionelle Kraftwerke im Umfang von etwa 1,2 Milliarden Euro.

Unterm Strich wies EnBW einen hohen Verlust von 735,1 Millionen Euro aus. Im ersten Halbjahr 2013 war noch ein Gewinn von 190,5 Millionen Euro erzielt worden. Der Umsatz des drittgrößten deutschen Energiekonzerns sank von Januar bis Juni leicht um 1,6 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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