Energie

Energiewirtschaft Spitzentreffen von Eon, RWE und Innogy – Chefs verhandeln über die Zukunft der Mitarbeiter

Die Konzernchefs Teyssen, Schmitz und Tigges starten Gespräche über eine Rahmenvereinbarung. Sie soll die Innogy-Zerschlagung sozialverträglich umsetzen.
Kommentieren
Die Mitarbeiter von Innogy fürchten um ihre Jobs. Quelle: Reuters
Innogy

Die Mitarbeiter von Innogy fürchten um ihre Jobs.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfEin solches Spitzentreffen gab es in der Energiebranche bisher nicht: Am Donnerstagnachmittag kamen die Chefs der drei größten deutschen Energiekonzerne Eon, RWE und Innogy, Johannes Teyssen, Rolf Martin Schmitz und Uwe Tigges, zusammen. Flankiert wurde das Gespräch von Verdi-Chef Frank Bsirske, IGBCE-Vorstandsmitglied Ralf Sikorski und den drei Konzernbetriebsratsvorsitzenden. Das erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen der beteiligten Unternehmen.

Das Thema ist drängend: Gemeinsam suchen sie nach einem Weg, den Mega-Deal der deutschen Energiewirtschaft für die betroffenen Mitarbeiter sozialverträglich abzufedern. Gewerkschaften und Betriebsräte drängen auf eine entsprechende Rahmenvereinbarung. Sie soll nach Forderung der Gewerkschaften betriebsbedingte Kündigungen ausschließen. Das Spitzentreffen war erst der Auftakt, weitere Gespräche sollen aber „zeitnah“ stattfinden.

Die Chefs von Eon und RWE, Johannes Teyssen und Rolf Martin Schmitz, hatten im März die Öffentlichkeit mit einem spektakulären Tauschgeschäft überrascht. Eon will dabei die RWE-Tochter Innogy übernehmen. RWE bekommt im Gegenzug eine Beteiligung an Eon von 16,7 Prozent.

Seither ist vor allem bei Innogy die Unruhe groß. Das Unternehmen, das erst vor zwei Jahren von RWE abgespalten und an die Börse gebracht wurde, verliert schon wieder die Selbstständigkeit und wird zerschlagen. Eon übernimmt nur die Sparten Vertrieb und Netze. RWE erhält die erneuerbaren Energien – und zwar nicht nur die von Innogy, sondern auch die von Eon.

Eon-Chef Johannes Teyssen hat angekündigt, im Zuge der Fusion rund 5.000 der dann 70.000 Stellen abzubauen. Er sagte zwar zu sozialverträglich vorzugehen, betriebsbedingte Kündigungen wollte er bislang aber nicht ausschließen.

Das ist aber eine Kernforderung der Innogy-Betriebsräte und des Innogy-Managements. Sie fürchten um die Chancengleichheit der eigenen Beschäftigten im fusionierten Unternehmen. Innogy-Chef Uwe Tigges hatte schon bilateral mit Teyssen verhandelt. Dabei lagen die Positionen aber weit auseinander, wie es in Unternehmenskreisen heißt.

Handelsblatt Energie Briefing
Startseite

Mehr zu: Energiewirtschaft - Spitzentreffen von Eon, RWE und Innogy – Chefs verhandeln über die Zukunft der Mitarbeiter

0 Kommentare zu "Energiewirtschaft: Spitzentreffen von Eon, RWE und Innogy – Chefs verhandeln über die Zukunft der Mitarbeiter"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%