Energie

Eon-Chef Teyssen auf der Handelsblatt Energietagung
„Ich habe nichts zu predigen“

Eon-Chef Teyssen sorgte im vergangenen Jahr mit dem Umbau seines Konzerns für Aufruhr in der Branche. Bei der Handelsblatt-Energietagung rechtfertigt er die Aufspaltung und widerspricht dem Wirtschaftsminister.
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BerlinWenige Tage vor Weihnachten überraschte Eon-Chef Teyssen die Energiebranche mit einem der spektakulärsten Schritte seit Bestehen des Unternehmens: Eon wird aufgespalten in zwei Gesellschaften, das Ursprungsunternehmen soll sich Erneuerbaren Energien widmen, die neue Gesellschaft soll hauptsächlich den konventionellen Kraftwerkspark betreuen.

Das Unternehmen befindet sich in einem riesigen Umbruch. Umso erstaunlicher war der gewohnt gelassene und entspannte Auftritt von Teyssen bei der 22. Handelsblatt-Energietagung in Berlin.

„Für uns steht fest, dass wir unsere Geschäfte jeweils auf eine der beiden Welten konzentrieren müssen, um künftig in beiden unternehmerisch erfolgreich zu sein“, sagte er und versprach heutigen und künftigen Aktionären bessere Zeiten.  Die Nachricht von der Aufspaltung Anfang Dezember hatte die Aktie tatsächlich in die Höhe geschickt, in der Spitze kostete das Papier 15,41 Euro. Inzwischen liegt der Preis für Eon-Aktien aber wieder bei etwas mehr als 13 Euro. 

Teyssen betonte, dass eine Erholung der Papiere nicht seine höchste Priorität sei. „Meine Aufgabe ist nicht die Pflege des Aktienkurses“ erklärte er im Gespräch mit Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe und Klaus Stratmann, stellvertretender Büroleiter in  Berlin. Seine Aufgabe sei es vielmehr, das Unternehmen mit seinen Kollegen „bestmöglich“ zu führen.

Die beiden neuen Teile Eons verglich er mit Fußball- und Handballmannschaften. „Es dreht sich alles um den Ball, aber nicht einmal Bayern München hätte in der Handelsblatt-Bundesliga nur den Hauch einer Chance.“ Zu unterschiedlich seien die Regeln des Spiels, die benötigten Fähigkeiten, die Aufstellungen, die Kapitalkosten und die Investoren. Nun könne jeder Teil von Eon auf das setzen, was er am besten kann. Nur wer sich radikal auf den Kampf einlasse, habe eine Chance mitzuspielen.

Als Blaupause für die Branche sieht Teyssen die Aufspaltung von Eon dennoch nicht. „Ich habe nichts zu predigen“, sagte er. „Wenn wir Recht haben sollten, dann hoffe ich natürlich, dass uns keiner zu schnell folgt. Und wenn wir Unrecht haben, sollten sie uns auch nicht folgen.“

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„Ich habe nichts zu predigen“

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Kohlekraftwerke stehen still

Kommentare zu " Eon-Chef Teyssen auf der Handelsblatt Energietagung: „Ich habe nichts zu predigen“"

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  • Darum geht es aber nicht.

    Der Staat braucht auch Firmen, die das Steuergeld annehmen und es wieder in bestimmte Kanäle verteilen.

    Wenn jemand behaupten würde, dass der Staat die größte Geldwaschanlage in Deutschland ist, was würden Sue denn dann antworten?

    In keinem anderen Bereich wird mit Geld gearbeitet und deren "Verteiler" genießen Immunität. Wenn es also darum geht sich Kriminell zu betätigen, dann ist er im Staatsdienst am sichersten aufgehoben. Aber man muss zugeben, dass es in keinem anderen Vertrag so offiziell und klar hineingeschrieben wurde, wie in den ESM-Vertrag.

    Wenn die Bürger also nicht lesen können oder wollen, wem wollen Sie dann noch einen Vorwurf machen. Die Stromkonzerne sind doch nur vorgeschoben, den Bürger letztlich gänzlich auszunehmen.

    Wenn jemand so argumentieren würde, was würden Sie dem entgegnen?

  • Meine Herren Vorredner,

    müsste EON alle Subventionen, die dieser Konzern jemals für die Produktion von Atomstrom erhalten hat, dann wäre der Konzern nicht nur Pleite, sondern hoch verschuldet!


    EON und Co haben ihre Monopolstellung jahrzehntelang schamlos ausgereizt.

    Angekommen im Wettbewerb, versagt die gesamte Führungsriege von EON. Provinzfürstentum eignet sich nicht als Geschäftsmodell eines Großkonzerns. Teyssen hat zusammen mit seinem Vorgänger ein Auslandsinvest nach dem anderen in den Dreck gefahren.

    Ihm und dem gesamten Vorstand inklusive Aufsichtsrat ist die Entlastung auf der nächsten Aktionärsversammlung zu versagen!

  • „Ich habe nichts zu predigen“

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    Überall Talk-Shows...

    überall weiß der Einer alles Besser als der anderer...

    oder man geht sogar schon über dem anderen nicht abzubauen

    ABER WO WIRD ES FÜR MEHR ARBEITSPLÄTZE BESSER ???

    Ohne Arbeitsplätzen ...Liebe EU...

    woher soll die Finanzierung für alle Verschwendungen kommen ???????????????????????????????????????????????????????????

    Alleine der EU-LISSABONNER VERTRAGSBRUCH kostet dem

    EU-STEUERZAHLER unnötige 280 MILLIONEN EURO jährlich mehr!







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