Energie

Eon im Umbruch
Teyssens Gas-Deal sorgt für Gewinnschub

Eon hat im ersten Quartal den Gewinn um acht Prozent gesteigert. Das liegt vor allem an den günstigeren Konditionen beim Gasbezug von Gazprom. Im Kerngeschäft mit der Stromerzeugung sind die Probleme weiter groß.
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DüsseldorfDer Energiekonzern Eon treibt gestützt auf eine Gewinnsteigerung seine Aufspaltung voran. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei im ersten Quartal um acht Prozent auf 3,1 Milliarden Euro gestiegen, teilte der größte deutsche Versorger am Mittwoch mit.

Eon profitierte dabei allerdings in erster Linie von besseren Konditionen beim Gasbezug vom russischen Gazprom-Konzern. In der Stromerzeugung ging es weiter bergab. E.ON-Chef Johannes Teyssen bekräftigte die Prognose, wonach im Gesamtjahr das Ebitda bei 6,4 bis 6,9 Milliarden Euro liegen soll.

Eon hatte im März mitgeteilt, bei Gazprom bessere Konditionen ausgehandelt zu haben und dadurch auch Rückstellungen auflösen zu können. Dies schlug sich im ersten Quartal mit rund 400 Millionen Euro im Ergebnis nieder. Ohne diesen Effekt wäre der Gewinn leicht unter dem Vorjahreszeitraum geblieben, räumte der Versorger ein. Die Kennzahlen gäben keinen Anlass zur Zufriedenheit, sagte Vorstandschef Johannes Teyssen. In der Stromerzeugung fiel der operative Gewinn um knapp ein Drittel auf 529 Millionen Euro.

Eon steckt mitten in einer der spektakulärsten Umstrukturierungen. Anfang des Jahres hat der Energiekonzern sein bisheriges Kerngeschäft, den Betrieb der großen Kohle- und Gaskraftwerke, sowie den Großhandel und die Gasproduktion in das neue Unternehmen Uniper abgespalten. Eon selbst will sich künftig auf das Geschäft mit der Energiewende konzentrieren – die erneuerbaren Energien, den Vertrieb und die Verteilnetze.

Noch hält Eon 100 Prozent der Uniper-Aktien. Am 8. Juni soll die Hauptversammlung die Aufspaltung aber endgültig billigen. Dann bekommt jeder Eon-Aktionär für zehn Anteile eine Uniper-Aktie. Eon zeigte sich zuversichtlich, Uniper im zweiten Halbjahr an die Börse bringen zu können.

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  • Ein Strompreis im Großhandel von 24 EUR/MWh sind umgerechnet 2,4 Cents/kWh. Das ist das, was die Kraftwerke bekommen. Der interessierte Leser schaue doch bitte auf seine private Stromrechnung. Falls man da einen höheren Preis entdeckt, ergibt sich die Frage, wer diese Differenz bekommt. Und wofür!?

  • "Gewinn um 8% gesteigert"....von welchen Gewinn wird hier gesprochen? Die marktfeindliche und Grün-sozialistische Energiewende produziert weiterhin mehr Verlust als Gewinn. Wer sein Geschäftsmodell sich von einer Grün-Sozialistischen Planideologie eines marktfeindlichen EEG aufzwingen lässt, der wird in Zukunft keine Gewinn mehr schreiben sondern nur noch mehr Substanz verlieren und zum Schluss Schuldenberge anhäufen....Schuldenberge die dann der Staat und zum Schluss der Bürger zu tragen hat und zwar in Form von mehr Mangel und Armut.

    Diese Energiewende, der marktfeindliche Kernkraftausstieg und das EEG sind Werkzeuge einer Grün-Sozialistischen Planpolitik die nur den Mangel und die Armut zum Ziel hat. DDR 2.0 lässt da grüßen.
    Danke!

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