Energie

Eon in der Krise
Auf und davon? Teyssens wacklige Auslandsstrategie

Die Ergebnisse von Deutschlands Energieversorger Eon sind im ersten Halbjahr schlecht. Vor allem das Ausland, auf das Eon-Chef Johannes Teyssen gesetzt hatte, enttäuscht. Es gibt allerdings auch ein paar Lichtblicke.
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DüsseldorfDer Gewinn von Eon ist abermals zurückgegangen. Der Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) betrug 5 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,7), der nachhaltige Konzernüberschuss 1,5 Milliarden Euro (Vorjahr:1,9). Der Rückgang des Ebitda gehe fast vollständig auf Veränderungen im Eon-Portfolio und negative Währungseffekte in zahlreichen Märkten Europas und in Russland zurück, hieß es vom Unternehmen.

Auch der Umsatz sank im ersten Halbjahr stark: In den ersten sechs Monaten des Vorjahres hatte er noch 64,6 Milliarden Euro betragen, im aktuellen Berichtszeitraum sind es nur noch 56 Milliarden Euro und damit 13 Prozent weniger.

Trotz der rückläufigen Gewinne setzten sich Eon-Papiere mit einem Plus von vier Prozent an die Dax-Spitze. RWE notierten im Schlepptau 2,5 Prozent fester.

Vor allem die Nicht-EU-Länder machen Eon wenig Freude: Umsätze in diesem Bereich gingen um fast 14 Prozent auf 816 Millionen Euro zurück, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) brach um fast 26 Prozent ein.  

Zwar ist der Beitrag zum Konzernergebnis noch gering, vor allem Brasilien und die Türkei sollten dem Konzern allerdings als künftige Wachstumstreiber dienen. Im Gegensatz zum Konkurrenten RWE hatte Eon-Chef Johannes Teyssen auf das Ausland gesetzt, um den schwierigen Bedingungen auf dem Heimatmarkt zu entgehen - und musste zuletzt bei der letzten Hauptversammlung des Konzerns Kritik seiner Anleger einstecken, weil das Investment nicht den erhofften Erfolg bringt.

Auch in den weiteren EU-Ländern sank der Umsatz von 12,7 Mrd. Euro im Jahr 2013 auf 11,3 Mrd. Euro in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Der Gewinn fiel von 1, 4 Mrd. Euro auf 1,1 Mrd. Euro. Auch in Deutschland sanken abermals Gewinn und Umsatz.

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  • Die Versorger Deutschlands und der Nachbarländer werden in der Tat durch die Subventionen und den Vorrang für umweltschädliche "Erneuerbare Energien" geschädigt. Der Vorrang entspricht einer Teilenteignung. Ich wundere mich, dass die Stromversorger der Nachbarländer noch nicht auf den Gedanken einer Anti-Dumping Klage gekommen sind.

    Allerdings ist der Deutsche Staat Schädiger und Hauptopfer in einem, als die Deutschen Versorger zumindest erhebliche Anteile staatlichen Körperschaften gehören.

  • Energiewende/EEG = Armut und Mangel.
    Diese asoziale und perfide EEG VERNICHTET zu sehends die gesamte deutsche Volkswirtschaft. Die deutsche Gesellschaft wird durch das EEG immer weiter abgzockt. Das DDR Plansystem lässt grüßen. Die Marktwirtschaft und damit die Freiheit unserer Gesellschaft wurde durch das EEG und der Grün-Sozialistischen Ideologie einer CO2-freien Gesellschaft komplett abgeschaft. Statt dessen wird unsere Geselslchaft von einen Diktat derPolitik gegeiselt.

  • Verlust bei E.ON = EEG Umlage?? ... Danke für den Beweis, dass Sie keine Ahnung davon haben wie der EEG Ausgleichsmechanismus funktioniert und wer da am meisten von diesem profitiert.

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