Energie

Eon in Großbritannien
Energiekonzern verkauft Öl- und Gasfelder

Im Oktober hat Eon seine norwegischen Öl- und Gasfelder verkauft. Nun schlägt der Energiekonzern auch Felder in Großbritannien los. Die Einnahmen kann das Unternehmen derzeit gut gebrauchen.

LondonDer Energiekonzern Eon verkauft seine britischen Öl- und Gasfelder für umgerechnet rund 110 Millionen Euro an das britische Ölunternehmen Premier Oil. Das teilte Eon am Mittwoch in Essen mit. Das Geschäft soll laut Eon nach der Zustimmung der Behörden noch in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen werden. Damit sei die strategische Überprüfung des Eon-Öl- und Gasfördergeschäftes in der Nordsee abgeschlossen, teilte der Konzern mit. Eon hatte Ende 2015 bereits sein Öl- und Gasgeschäft in Norwegen verkauft.

Das Geschäft stärke das Finanzprofil und bringe dem Unternehmen Flexibilität für die Umsetzung der Strategie, erklärte Eon-Finanzvorstand Michael Sen.

Eon hat sich zum Jahresbeginn umstrukturiert und konzentriert sich mit dem nach Essen umgezogenen Mutterkonzern auf erneuerbare Energie und Netze. Die konventionelle Erzeugung wurde in das neugegründete Unternehmen Uniper abgetrennt. Durch den Verkauf der britischen Öl- und Gasfelder kann Eon zusätzlich zum Erlös auch Rückstellungen auflösen. Insgesamt werde die Nettoverschuldung um umgerechnet gut 570 Millionen Euro reduziert, erklärte das Unternehmen.

Eon-Aktien legten am Mittwoch rund fünf Prozent zu und führten vor dem Rivalen RWE die Gewinnerliste im Dax an. Ein zuversichtlicher Analystenkommentar verlieh den Versorger-Aktien Schwung. Nach Einschätzung der UBS könnte die geplante Aufspaltung der beiden Konzerne zu einer Neubewertung führen – die Experten sehen Aufwärtspotenzial für die Aktien. Zudem setzen sie auf eine konstruktive und baldige Lösung hinsichtlich der Stilllegungskosten für die Atomkraftwerke. Eon stuften die Experten hoch auf „Buy“ von „Neutral“, bei RWE ließen sie die Bewertung bei „Neutral“.

Die Versorger leiden seit Monaten unter dem Druck der Energiewende und den sinkenden Strom-Großhandelspreisen. Eine Aufspaltung der Konzerne soll den Unternehmen nun den Weg aus der Krise ebnen.

Agentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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