Energie

Eon und Uniper
Energieriese klärt letzte Führungsfragen

Wenige Tage vor der Abspaltung der Kraftwerksgesellschaft Uniper hat Eon geklärt, wer künftig deren Aufsichtsrat vorsteht. Und auch andere offene Managerposten sind jetzt vergeben.

DüsseldorfAm 1. Januar vollzieht Eon die Aufspaltung operativ, dann geht die neue Kraftwerksgesellschaft Uniper an den Start. Jetzt hat der Energiekonzern noch letzte, wichtige Führungsfragen geklärt.

Den Aufsichtsrat des neuen Unternehmens wird Bernhard Reutersberg leiten. Er ist bisher im Eon-Vorstand als Chief Markets Officer für die Entwicklung neuer Geschäfte verantwortlich, zum 30. Juni wird er aber ausscheiden. Der 61-Jährige sitzt seit 2010 im Eon-Vorstand, davor war er Vorstandschef von Eon Ruhrgas, dem einstmals mächtigsten deutschen Gasgroßhändler, der inzwischen aufgelöst ist. „Während seiner Laufbahn bei Eon hat er wichtige Geschäftsfelder des neuen Unternehmens vom internationalen Gasgeschäft bis zu den Aktivitäten in Russland erfolgreich verantwortet und wesentlich geprägt“, betonte Eons Aufsichtsratschef Werner Wenning.

Reutersbergs Nachfolge im Eon-Vorstand, den Johannes Teyssen weiter führen wird, übernimmt Karsten Wildberger. Der 46-Jährige ist derzeit Vorstandsmitglied des australischen Telekom-Unternehmens Telstra Group mit Sitz in Melbourne. Zuvor war er in führenden Positionen bei der Deutschen Telekom, Vodafone sowie der Boston Consulting Group tätig. Neben Teyssen und Wildberger sitzen dann noch Finanzvorstand Michael Sen und Leonhard Birnbaum im Eon-Vorstand, der die Regionen verantwortet und damit Vertrieb und Netze.

Auch bei Uniper war noch ein Vorstandsposten vakant. Keith Martin wird als Chief Commercial Officer das internationale Handelsgeschäft von Uniper führen. Der 47-Jährige ist derzeit Vice President Gas, Power, Carbon & LNG bei Petrochina in London. Zuvor hatte er zahlreiche Führungsfunktionen bei Shell sowie Gazprom Marketing & Trading in Europa inne. Geleitet wird Uniper von Klaus Schäfer, der zum 1. Januar den Posten des CEO übernimmt. Finanzvorstand wird Christopher Delbrück, Chief Operating Officer Eckhardt Rümmler.

„Mit diesen Personalentscheidungen des Aufsichtsrats haben wir einen weiteren, wichtigen Meilenstein für die Abspaltung erreicht“, betonte Eon-Chef Teyssen. Der Manager hatte im Dezember 2014 mit dem spektakulären Spaltungsplan die Öffentlichkeit überrascht. Die Eon SE wird sich unter seiner Ägide auf das Geschäft mit der Energiewende konzentrieren: Vertrieb, erneuerbare Energien und Netze. Uniper übernimmt das bisherige Kerngeschäft, den Betrieb der großen Kohle- und Gaskraftwerke, Wasserkraft und den Großhandel.

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