Energie

Erneuerbare Energien
Klagen gegen Solarworld-Sanierung

Trotz Anfechtungsklagen: Solarworlds Firmengründer Asbeck will den Zeitplan für die Unternehmenssanierung einhalten. Die Klagen richten sich gegen die Beschlüsse der außerordentlichen Hauptversammlung.
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BonnDer Bonner Solarmodulhersteller Solarworld will trotz mehrerer Anfechtungsklagen den Zeitplan für die Unternehmenssanierung bis Anfang 2014 halten. Solarworld hatte im August von Aktionären und Anleihegläubigern mehrheitlich Zustimmung für das Konzept bekommen, das einen scharfen Kapital- und Schuldenschnitt und eine Abwertung der Aktien auf fünf Prozent des bisherigen Wertes beinhaltet.

Es gab aber auch Kritik. Inzwischen lägen sechs Klageschriften gegen die Beschlüsse der außerordentlichen Hauptversammlung vom 7. August 2013 vor, teilte das Unternehmen am Montag mit. Zuvor hatten auch das „Handelsblatt“ und „Wall Street Journal Deutschland“ über Klagen berichtet.

Die Kritik richtet sich vor allem dagegen, dass die Bestandsaktionäre kein Bezugsrecht für die Kapitalerhöhung bekommen sollen, die nach dem Schuldenschnitt geplant ist. Firmengründer Frank Asbeck kann dagegen für zehn Millionen Euro aus seinem Privatvermögen 19,5 Prozent neue Aktien erwerben. Solarworld halte die Klagen für unbegründet und bereite entsprechende Klageerwiderungen vor, teilte das Unternehmen mit.

Mit einem Freigabeverfahren beim Oberlandesgericht Köln versuche Solarworld, die plangemäße Umsetzung der Sanierung zu erreichen. „Das Management der SolarWorld AG geht nach wie vor davon aus, dass die Restrukturierung im Zeitraum von November 2013 bis Februar 2014 vollzogen wird“, so die Erklärung.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Erneuerbare Energien: Klagen gegen Solarworld-Sanierung"

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  • Asbeck braucht doch nur jeden der 6 Kläger - sagen wir mal - 50.000 Euro zu zahlen, damit die ihre Klagen zurücknehmen. Und schon kommt die (quasi von ihm allein beschlossene) "Enteignung" (DSW) seiner Mitaktionäre durch - ohne jegliche gerichtliche Überprüfung. 300.000 Euro sind doch ein Schnäppchenpreis.

  • die katar connection is doch nur ein fake des bequemen geistes heroen asbeck , abstauber und herr des NOCHMEHR

    ein teil seiner millionen aus long und short der eigenen aktien lenkt er nun mit hilfe seiner institutionelllen finanzberater in das seine anleihegläubiger und aktionäre vera....ende unternehmen zurück

    die rechnung wird so nicht aufgehen

  • Solar ist Konkurrenz zu Öl. Herr Asbek hat mit seinen 2 Schlössern ausgesorgt und Deutschland ist nicht unbedingt Sonnenland. Aus Hirse kann man Silicium gewinnen und die wird in Afrika angebaut. Wie sieht es mit Solarworld-Amerika aus? Es gibt auch noch andere Anbieter von Solarprodukten, die machen nicht so ein Theater.

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