Energie

Exxon und Chevron
Preisverfall setzt US-Ölmultis zu

Die schwächelnde Konjunktur in vielen Teilen der Welt gepaart mit der Überproduktion lässt den Ölpreis weiter fallen. Das setzt auch den größten US-Konzernen in der Branche zu. Mit Einsparungen wollen sie gegensteuern.
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Der Ölpreis-Verfall setzt den beiden größten US-Konzernen in der Branche massiv zu. Er kostete Exxon Mobil im zweiten Quartal die Hälfte des Gewinns, bei Chevron betrug das Minus sogar 90 Prozent. Unter dem Strich blieben aber immer noch 571 Millionen Dollar, wie die Nummer zwei der USA am Freitag mitteilte. Bei Exxon fiel der Gewinn um 52 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar. Dabei förderten beide Firmen mehr Öl als noch im Vorjahr.

Von April bis Juni kostete ein Barrel (159 Liter) des Rohstoffs im Schnitt nur noch 60 Dollar. Vor einem Jahr wurde mit 110 Dollar noch fast das Doppelte gezahlt. Dahinter steckt eine Überproduktion bei zugleich geringerer Nachfrage im Zuge einer schwächelnden Konjunktur in vielen Teilen der Welt. Vor allem die Entwicklung in China bereitet den Anbietern Sorgen.

Die Konzerne steuern mit Einsparungen gegen. Erst am Donnerstag hatte Shell nach einem Gewinneinbruch angekündigt, in diesem Jahr 6500 seiner knapp 100.000 Stellen abzubauen und die Investitionen deutlich zu kürzen. Chevron hatte bereits Anfang der Woche bekanntgegeben, 1500 Arbeitsplätze zu streichen.

An der Wall Street kamen die Zwischenberichte nicht gut an. Vorbörslich verloren sowohl Exxon- als auch Chevron-Papiere zwei Prozent an Wert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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