Energie

Forderung von RWE, Eon & Co.
Berlin hält Aufteilung der AKW-Abwicklung für möglich

Der Atomausstieg kostet die Energieversorger Milliarden. Die vier großen Stromkonzerne sehen dabei auch den Staat in der Pflicht. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks bringt eine Aufteilung der Aufgaben ins Gespräch.

FrankfurtBundesumweltministerin Barbara Hendricks hat in der Frage der Abwicklung der Kernenergie eine Aufteilung der Aufgaben ins Gespräch gebracht. Es sei vorstellbar, dass man die Hälfte der Rückstellungen der Energiekonzerne in Höhe von insgesamt rund 38 Milliarden Euro bei den Unternehmen belasse, so dass sie damit den Rückbau der Atomkraftwerke finanzieren könnten, sagte die SPD-Politikerin am Sonntag im Deutschlandfunk. „Wenn dann die andere Hälfte sozusagen in einen öffentlich-rechtlich geführten Fonds eingebracht wird, so dass die Finanzmittel zur Verfügung stehen für die Suche und Bestimmung des Endlagers und für die Planung und Errichtung des Endlagers, dann kommen wir gut voran.“

Die AKW-Betreiber in Deutschland, RWE, Eon, EnBW und Vattenfall wollen den Staat bei der Abwicklung der Atomenergie mit einer gemeinsamen Stiftung ins Boot holen. Konzernvertreter machten bei einer Anhörung vor der Atomkommission vor wenigen Tagen klar, dass die Stiftung sämtliche Aufgaben übernehmen sollte: den Rückbau der Kraftwerke sowie die Zwischen- und Endlagerung des Atommülls.

Die Atomkommission soll bis Anfang 2016 Vorschläge unterbreiten, wie der Abriss der Meiler und die Entsorgung organisiert werden kann.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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