Energie

„Fracking“

Schiefergas-Boom lockt Unternehmen in die USA

Neue Energievorkommen bescheren einst verödeten Gegenden der USA einen überraschenden Boom. Der Stahlhersteller Voestalpine plant offenbar eine milliardenschwere Investition. Und auch deutsche Firmen profitieren.
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Die Förderung von Schiefergas in Pennsylvania: Fracking beschert den USA einen Boom. Quelle: dpa

Die Förderung von Schiefergas in Pennsylvania: Fracking beschert den USA einen Boom.

(Foto: dpa)

DüsseldorfAls eines der ersten europäischen Unternehmen überlegt offenbar der Stahlhersteller Voestalpine, wegen der günstigen Gaspreise in den USA im großen Stil Produktionskapazitäten aufzubauen. Einem Medienbericht zufolge planen die Österreicher, für rund eine Milliarde Dollar im Süden der USA ein Werk zur Herstellung von Eisenkonzentrat aus Erz zu errichten.

Dem österreichischen Wirtschaftsmagazin „Trend“ zufolge soll das US-Werk Vormaterial für die Stahlwerke in Linz und Donawitz erzeugen. Voestalpine-Chef Wolfgang Eder kündigt bereits seit längerem eine Expansion des Konzerns außerhalb Europas an. Der Standort in den USA biete verlässliche und billige Erdgas-Lieferungen. Ein Voestalpine-Sprecher wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

Die günstigen Gaspreise locken immer mehr Unternehmen in die USA. Die Förderung aus alternativen Quellen hat den Gaspreis in dem Land einbrechen lassen. Der Kurs sackte seit dem Hoch 2008 um rund 80 Prozent ab. Die Gewinnung von Schiefergas erschließt bislang unerreichbare Vorräte und beschert den USA einen Energie-Boom.

Bei dem sogenannten „Fracking“ wird eine Mischung aus Wasser, Sand und Chemikalien in die Tiefe gepresst und Gas an die Oberfläche gedrückt. In den USA begann die Förderung erstmals 1998, seit 2008 boomt sie. Wegen der eingesetzten Chemikalien ist das Verfahren aber umstritten.

Die Förderung von Schiefergas krempelt den Energiemarkt in den USA und weltweit um. Bis zum Jahr 2017 werden sich die USA vom weltgrößten Energieverbraucher zum größten Produzenten wandeln, prognostiziert die Internationale Energieagentur (IEA). Schon bis 2015 steigt das Land zudem zum größten Gasproduzenten der Welt auf.

Neue Blüte in verödeten Landstrichen
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30 Kommentare zu "„Fracking“: Schiefergas-Boom lockt Unternehmen in die USA"

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  • Zum heutigen Artikel über Fracking und das Deutschland hier bremsen würde: Zu wahrer Größe gehört auch, Nein sagen zu können, das sollte auch das Handelsblatt einmal verstehen. Denn: 1) Es muss endlich einmal verstanden werden, dass fosile Energieträger in der Erde belassen werden müssen, wenn wir den Klimawandel aufhalten wollen und 2) Was sind schon 13 Jahre Vollversorgung mit Erdgas für die Bundesrepublick mit dem in Deutschland förderbaren Schiefergas, gegenüber verseuchten Böden, die dann für alle Zeiten verseucht sind? Wer so denkt, zeigt nur, dass er ein Egoist ist, dem ein paar Jahre höheres Wirtschaftswachstum wichtiger ist, als eine intakte Umwelt für die zukünftigen Generationen. Schäme sich, wer solche Gedanken hat!

  • Hi Materialprüfer...woher nehmen Sie Ihre Erkenntnisse? Meinen Sie nicht, dass Sie sich einen Oekobären haben aufbinden lassen. Irgendein Oekoatomspezialist hat etwas aufgeschnappt und einem der Technik fernen Journalisten erzählt?

    Gem. meines bescheidenen Wissens werden bei den geplanten Stillständen routinemässig Materialproben von ähnlich Unwissenden entnommen und untersucht. Kernkraftwerke die zum Abbruch anstanden, Beipiel Stade, Obrigheim, wurden untersucht.

    Firmen wie AREVA beschäftigen sich seit mittlerweile mehr als 15 Jahren mit der Thematik der Neutronenaktivierung, Neutronenversprödung und der Lebensdauerverlängerung. Gem. dieser Unwissenden gibt es keine Gründe Kernkraftwerke nicht 60+ Jahre zu betreiben.

    Vandale

  • Hi Rumpelstilzchen...

    Der Strom aus den umweltschädlichen Windmühlen wird in der Tat eingespeist. In einem bedarfsgesteuertem Netz ist dieser, da keine gesicherte Leistung erzeugt wird und moderne Kraftwerke in Bereitschaft stehen müssen, max. die vermiedenen Brennstoffkosten, ca. 1c/kWh, wert. Bekannte aus dem Netzbereich errechnen mit den zusätzlichen Netzkosten, kurzfristiger Frequenzstabilisierung eher einen negativen Wert für Windstrom. Wahrscheinlich wäre es wirtschaftlicher den Windstrom nicht einzuspeisen.

    Erhöhte Läukämieraten rund um Kernkraftwerke und um Asse sind ökologisch.

    Wollten Sie nicht erläutern was eine "Verstrahlung" ist? Immerhin haben Sie diesen Begriff gebraucht?

    Vandale

  • Schön, dss hier endlich mal erkennen lassen, dass sie sich als Spezialist in der Kernenergie auskennen, anstatt nur blöde Paroloen zu wiederholen.

    Aber ich bleibe dabei, dass wesentliche Bauteile der Druckwasserbehälter im laufenden Betrieb nicht auf Versprödungen überprüft werden können. Und enstprechend lange Stillstandszeiten für eine genaue Prüfung sind nicht vorgeschrieben, werden daher auch nicht durchgeführt! Ihre RDB Laufzeiten von 60 - 70 Jahren beruhen auf Modellrechnungen, eine tatsächliche Kontrolle findet nicht statt!

  • @vandale

    (1) Der Strom aus WKA wird eingespeist und vergütet, ist daher nicht wertlos
    (2) Die Umweltgefahren von WKA wie Geräusche und Vogelschlag sind minimal im Vergleich zu den AKW Katastrophen in Three Mile Island, Tschernobyl und Fuskushima. Aber selbst in der Nähe von funktionstüchtigen AKW in D sind erhöhte Leukämieraten nachgeweisen; übrigens auch im Umkreis des Atommülllagers Asse.

  • @Fehlende Weitsicht

    Wird schwer, den ganzen Wust in Wiki hier zu diskutieren. Ein Beispiel - Frac Fluide:
    - das Gel Guar ist ein Speiseverdickungsmittel (E412)
    - die Schaumbildner Stickstoff N2 und Kohlendioxid CO2 sind Bestandteil der Atmosphäre (Atemluft)
    - die angegebenen Säuren werden sämtlich in der Lebensmittelindustrie eingesetzt
    - Als Brecher wird Ammoniumperoxodisulfat eingesetzt, wird sonst als Blondiermittel beim Friseur verwendet
    - weit schärfere Biozide sind in Obst- und Gemüseplantagen zugelassen
    - Quarzsand (Fluid-Loss-Additiv klingt natürlich viel gefährlicher) bildet große Teile unsrer Böden, z.B. am Urlaubsstrand
    - die Reibungsminderer werden auch in Küchenfettlöser in einer Konzentration von 5% (!) verwendet, im Frac Fluid 0,08% usw.

    Der Artikel in Wiki wägt vieles richtig ab, manches ist tendenziös.

    Aber, Schäden hat es bei >300 Fracs in Deutschland in 40 Jahren nie gegeben, auch Dank der vielen besseren Umweltauflagen für die Industrie im Vergleich zu den USA. Und auch der Wiki Artikel kann keine Schäden in Deutschland benennen!

  • Hi Rumpelstilzchen..ich meine Sie haben die Mathematik und Technik überwunden.

    6 MW Windmühlen sind an Land sehr selten. Am häufigsten sind 2 MW Windmühlen.

    Beispielsweise werden alle Windmühlen nach spätestens 20 Jahren ersetzt. Auch ohne das Subventionssystem würden diese dann vermutlich üerholt werden. Kernkraftwerke die nicht irgendwelchen Oekoayatollahs zum Opfer fallen, können 60+ Jahre betrieben werden. Dies ergibt den Faktor 3.

    In Deutschland wurden die KKW Krümmel und Brundbüttel durch den persönlichen Konflikt mit MP, BMU Gabriel stillgelegt. In Ländern ohne besondere Einflussnahme, Beipiel Schweiz, erreichen Kernkraftwerke 8000 Vollaststunden.

    Bitte vergessen Sie nicht, dass der umweltschädliche Strom aus Windmühlen nahezu wertlos ist.

    Vandale

  • @vandale

    Ihre Zahlen sind die eines Lobbyisten. Natürlich gibt es verschiedenen Betrachtungen. Hier eine, die nicht der Ökolobby "verdächtig" ist unter http://www.stromfalke.de/windkraftanlagen-atomkraftwerk-841: Ein Kernkraftwerk mittlerer Größe produziert ca. 1.200 Megawatt Strom pro Stunde. Eine moderne Windkraftanlage kommt auf etwa 6 Megawatt Strom pro Stunde. Wer jetzt aber die Zahl 200 im Kopf hat, liegt leider völlig falsch. Gelegentlich gibt es nicht genug Wind und eine Anlage muss auch gewartet werden. Daher muss man einmal den produzierten Strom im Jahresdurchschnitt betrachet. Im Jahr 2009 haben alle Atomkraftwerke in Deutschland 135 Millionen Megawatt Strom produziert und im gleichen Zeitraum haben 21.000 Windkraftanlagen in Deutschland etwa 38,6 Millionen Megawatt Stom. Nun kann man die Werte umrechnen und man sieht, dass mehr als 4.300 Windkraftanlagen ein Atomkraftwerk ersetzen. Also keineswegs 13.800 WKA wie von Ihnen behauptet. Setzt man 1 Mio/1MW für WKA an, liegen beide Investitionen etwa gleichauf mit 8 Millarden.

  • Hi Geologe...Der Oekoungläubige ist ein "Lobbyist*" so wie man diesen im Islam Kafr nennt.

    Vandale

    *Gegen den Oekolobbyismus sehen alle anderen Lobbyorganisationen in D sehr, sehr blass aus.

  • @Geologe
    Wikipedia-->Fracking-->Umweltprobleme. Der Rest ist Ihr unglaubwürdiger Lobbyismus.

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