Energie

Gasimporte
RWE scheut Investitionen in Russland

Der Energieriese RWE verzichtet auf Investitionen in Russland. Derzeit verhandelt der Konzern über Gaspreise mit dem russischen Konzern Gazprom. Indes investieren europäische Energieunternehmen wieder vermehrt in Russland.
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AmsterdamAus Sorge um seine Verhandlungsposition bei Gasimporten scheut der Energiekonzern RWE Investitionen in Russland. „Wenn jemand zu einem Drittel von Gaslieferungen aus Russland abhängig ist, dann ist es nicht so schön, wenn etwas schief geht und du dort investiert hast“, sagte RWE-Chef Peter Terium in einem am Montag veröffentlichten Gespräch mit der niederländischen Tageszeitung „Het Financieel Dagblad“. Erst am Sonntag hatte RWE angekündigt, seine Öl- und Gasfördertochter Dea für 5,1 Milliarden Euro an eine Investorengruppe unter der Führung eines russischen Milliardärs verkaufen zu wollen. Russland drohen nach dem umstrittenen Krim-Referendum für den Anschluss der ukrainischen Halbinsel an Russland weitere Sanktionen der EU und der USA.

Russland ist der größte Gaslieferant Deutschlands und der EU. Ein Viertel der Gasversorgung in der EU stammt aus russischen Pipelines. Auch RWE bezieht wie andere Konkurrenten Gas vom russischen Riesen Gazprom. Derzeit verhandelt der deutsche Konzern über günstigere Verträge und erzielte jüngst eine Vereinbarung, durch die dem Konzern bis zum Sommer 2016 keine weiteren negativen Effekte mehr aus den laufenden Bezugskontrakten entstünden, wie Terium erklärt hatte.

Zu den Konditionen äußerte sich der Konzernchef nicht. Dass RWE nicht in Russland investiert habe, sei aber in den Verhandlungen förderlich gewesen, sagte er. Der Preis sei „ziemlich konkurrenzfähig“ und er wäre nicht zustande gekommen, „wenn wir Vermögensgegenstände in Russland gehabt hätten“, erklärte Terium. Konkurrent Eon und die italienische Enel haben hingegen verstärkt in Russland investiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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