Energie

Gaslieferungen
OMV und Gazprom geben Kooperation bei Pipeline bekannt

Die News hat ein pikantes Timing: Der Österreichische Rohstoffkonzern OMV will eine gemeinsame Pipeline mit Gazprom bauen, die ohne Transit durch die Ukraine nach Österreich führt. Die EU ist wenig begeistert und blockt.
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WienAuf der Suche nach Alternativen zu Gaslieferungen durch die Ukraine setzt der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV auf die Zusammenarbeit mit Gazprom aus Russland. Beide Unternehmen verständigten sich nach eigenen Angaben vom Dienstag darauf, die umstrittene Gaspipeline South Stream bis Österreich zu führen. Bis Ende 2015 sollten die notwendigen Genehmigungen eingeholt werden, erklärten die Österreicher. Doch das geplante Röhrensystem, über das russisches Gas ohne Transit durch die Ukraine in den Westen geleitet werden soll, stößt in der Europäischen Union (EU) auf deutlichen Widerstand. In Folge der Krim-Krise hat die EU den Genehmigungsprozess auf Eis gelegt.

Gazprom-Chef Alexei Miller sagte nach Unterredungen mit OMV in Wien, South Stream solle die Sicherheit der Gasversorgung Europas erhöhen. Dies habe schon immer höchste Priorität für Gazprom gehabt. South Stream soll quer über das Schwarze Meer nach Süd- und Zentraleuropa verlaufen und derzeitigen Plänen zufolge in Norditalien enden. Gazprom deckt etwa 30 Prozent des europäischen Gasbedarfs. Etwa die Hälfte der Lieferungen wird durch die Ukraine geleitet. Angesichts der Krise um die ehemalige Sowjetrepublik fürchtet Gazprom inzwischen um seine europäischen Gasexporte und damit um einen wesentlichen Teil seiner Geschäftsaussichten. Im Streit über Russlands Vorgehen in der Ukraine hat der Westen Sanktionen gegen Russland verhängt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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