Energie

Gazprom-Projekt Turkstream
Energieriese will Pipeline-Deal mit Türkei abschließen

Gazprom will an der Ukraine vorbei Gas nach Europa bringen. Ende 2016 will der Energieriese die Pipeline Turkstream in Betrieb nehmen. Doch vorher muss der Konzern noch einen Vertrag unter Dach und Fach bringen.
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MoskauDer russische Energieriese Gazprom will Ende Juni den Vertrag mit der Türkei über den Bau der Gaspipeline unter Dach und Fach bringen, die an der Ukraine vorbei Gas nach Europa bringen soll. „Wir sind uns über alles einig“, sagte Gazproms Vize-Chef Alexander Medwedew am Dienstag und wies damit russische Presseberichte zurück, wonach es Unstimmigkeiten über die finanziellen Regelungen in dem Abkommen zur Pipeline namens Turkstream gebe. Die Vertragsunterzeichnung mit einem Vertreter der neuen türkischen Regierung sei für Ende Juni geplant.

Hintergrund des Projekts Turkstream ist das überraschende Aus für die geplante Pipeline South Stream, die unter dem Schwarzen Meer und an der Ukraine vorbei nach Südeuropa führen sollte. Ende 2014 hatte Russland das Projekt vorerst aufgegeben und zur Begründung auf eine Blockade durch die EU-Kommission verwiesen.

Turkstream soll Ende 2016 in Betrieb genommen werden. Gazprom strebt eine Kapazität von 63 Milliarden Kubikmeter an, um künftig auf die Ukraine als Transitland für Gaslieferungen nach Europa verzichten zu können. Eine Verlängerung von Turkstream soll durch Griechenland führen. Ein Vertrag über den Bau dieses Teilstückes soll am Rande des Wirtschaftsforums in St. Petersburg vom 18. bis 20. Juni geschlossen werden.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Ab 2019 gkei Gas mehr über die Ukraine
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    Der vom Kreml gesteuerte russische Energiekonzern Gazprom hat seine Pläne bekräftigt, von 2019 an kein Gas mehr durch die Ukraine in die Europäische Union zu pumpen. "Der russisch-ukrainische Gastransitvertrag wird nach dem Auslaufen 2019 nicht verlängert, ein neuer Vertrag ist nicht geplant", sagte Vizevorstandschef Alexander Medwedew Agenturen zufolge. Gazprom setze auf den Bau der Pipeline Turkish Stream durch das Schwarze Meer bis zur türkisch-griechischen Grenze, sagte Medwedew. Ein entsprechendes Regierungsabkommen soll noch im Juni unterschrieben werden. Turkish Stream soll ab 2016 einsatzbereit sein.
    Sie läuft über Griechenland.

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