Geringerer Gewinn: Enel setzt auf erneuerbare Energien

Energie

Geringerer Gewinn
Enel setzt auf erneuerbare Energien

Der italienische Energieriese Enel setzt wegen Schwierigkeiten auf dem Heimatmarkt zunehmend auf Schwellenländer und erneuerbare Energien. Angesichts des schwindenden Gewinns nimmt der Konzern Milliarden in die Hand.
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MailandDer italienische Versorger Enel baut wegen der Krise auf dem Heimatmarkt sein Geschäft in Schwellenländern und mit erneuerbaren Energien deutlich aus. Im kommenden Jahr werde die Konjunkturschwäche in Südeuropa den operativen Gewinn (Ebitda) um 1,5 Milliarden Euro auf 15,5 Milliarden drücken, kündigte der Konzern am Mittwoch an. Im vergangenen Jahr hatte nur der lukrative Verkauf von Geschäftsteilen zu einem Gewinnplus geführt. Bis 2018 will der italienische Marktführer nun 25,7 Milliarden Euro investieren. Mehr als die Hälfte soll in Wachstumsmärkte fließen. Die Kosten sollen in diesem Zeitraum um 5,8 Milliarden Euro sinken.

Rund sechs Milliarden Euro will der staatliche Versorger investieren, um die Kapazitäten seiner auf Wind- und Wasserkraft setzenden Tochter Enel Green Power auszubauen. Der riesige Schuldenberg soll durch den Verkauf von Beteiligungen für 4,4 Milliarden Euro in diesem Jahr weiter sinken. Enel kontrolliert auch den spanischen Versorger Endesa und gehört zu den am höchsten verschuldeten Versorgern Europas.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Geringerer Gewinn: Enel setzt auf erneuerbare Energien"

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  • @Marc_Hofmann
    Rechnen für Anfänger: 100-22=78

  • Enel setzt also auf Erneuerbare Energien.
    Dann wollen wir uns doch mal die Zahlen etwas genauer anschauen...

    Invest-Summe Gesamt = 25,7 Mrd.
    Einspar-Summe = 5,8 Mrd.
    Invest in Wind UND Wasser = 6 Mrd.

    Die Einsparsumme entspricht der Summe des Invest von Wind UND Wasser. Ein Null Summen Spiel also.

    Und selbst wenn der 6 Mrd. Invest von Sonne und Wind in Bezug zu den Gesamt Invest zu 26 Mrd. gestellt wird, kommt ein % Anteil von 22 heraus. Dieser Anteil muss hier noch durch 2 (Wind UND Wasser) geteilt werden, dann sind wir bei eine Investanteil von gerade mal 11% in die Windmühlentechnik. Die restlichen 89% Investsumme fließen in ausländische Kraftwerksprojekte (Kohle, Gas und evtl. Kernkraft).

    Also NIX mit INVEST-Aufschwung bei ENEL! IM GEGENTEIL...geordneter Rückzug aus den Erneuerbaren Energien würde ich so etwas nennen.

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