Energie

Gerresheimer
Centor-Zukauf hilft schon im Abschlussquartal

Der Zukauf des US-Konkurrenten Centor scheint sich für Gerresheimer zu rechnen: Schon im kommenden Quartal rechnet der Verpackungshersteller mit Millionenerlösen aus dem Geschäft. Tendenz: deutlich steigend.

DüsseldorfDer Zukauf in den USA wird dem Verpackungshersteller Gerresheimer bereits im vierten Quartal Rückenwind verleihen. Die 655 Millionen Euro schwere Übernahme von Centor sei abgeschlossen und der Hersteller von Kunststoffverpackungen für verschreibungspflichtige Medikamente seit Anfang Oktober im Konzern integriert, sagte Gerresheimer-Chef Uwe Röhrhoff am Donnerstag. Er rechne daher mit zusätzlichen Erlösen von 30 Millionen Euro im Abschlussquartal. „Ab 2016 wird Centor dann zu einem deutlichen Gewinnanstieg führen.“ Der Manager kündigte zudem an, im vierten Quartal den avisierten Verkauf des kapitalintensiven Röhrenglasgeschäftes für 196 Millionen Euro abzuschließen.

Im dritten Quartal des im November endenden Bilanzjahres 2014/15 verbuchte der Düsseldorfer Zulieferer der Pharma- und Kosmetikindustrie Umsatz und Gewinnzuwächse. „Das dritte Quartal war das bisher beste in diesem Geschäftsjahr“, so Rörhoff. Vor allem das Geschäft mit medizinischen Kunststoffprodukten wie Asthma-Inhalatoren und Blutzuckermessgeräten für Diabetiker sei gut gelaufen. Auch mit Verpackungen aus Glas ließen sich bessere Geschäfte als im Vorjahresquartal erzielen. Erfreulich sei zudem die Trendwende zu starkem Wachstum in den USA gewesen. Im Zeitraum Juni bis August kletterte der Umsatz von Gerresheimer daher um 6,2 Prozent auf 344 Millionen Euro, der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) stieg um 9,5 Prozent auf 68 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Rörhoff die Prognose, die ein Umsatzplus von ein bis drei Prozent vorsieht. Das bereinigte Ebitda soll 255 bis 265 Millionen Euro erreichen. In den Folgejahren peilt die im Nebenwerteindex MDax gelistete Gerresheimer durchschnittliche Umsatzzuwächse zwischen vier und sechs Prozent an. Die operative Marge soll 2018 rund 22 Prozent erreichen, zwei Prozentpunkte mehr als vor dem Zukauf in den USA avisiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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