Energie

Gläubigergespräche gescheitert
Ölriese OGX steht vor der Insolvenz

Die Schulden des Ölriesen OGX belaufen sich auf vier Milliarden US-Dollar. Gespräche mit den Hauptgläubigern des Unternehmens sind gescheitert. Nun könnte der Fall zum größten Insolvenzverfahren Lateinamerikas werden.
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Rio de JaneiroDem angeschlagenen brasilianischen Ölriesen OGX droht die Zahlungsunfähigkeit. Das Unternehmen erklärte die Gespräche mit einigen seiner Hauptgläubiger für beendet. Bei den monatelangen Verhandlungen habe es keine Einigung gegeben, hieß es am Dienstag in einer Pflichtmitteilung der hoch verschuldeten Firma des Unternehmers Eike Batista. Damit rückt für die zum Mischkonzern EBX gehörende OGX der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens näher.

OGX ist mit schätzungsweise vier Milliarden US-Dollar (2,9 Mrd Euro) verschuldet. Davon entfallen 3,6 Milliarden US-Dollar auf Anleihen, die 2022 und 2018 fällig werden. Anfang Oktober hatte OGX fällige Zinszahlungen von 45 Millionen US-Dollar ausgesetzt und seitdem intensiv versucht, mit den Gläubigern eine außergerichtliche Einigung sowie zusätzliche Investoren zu finden.

Das brasilianische Insolvenzrecht sieht die Möglichkeit einer gerichtlichen Sanierung („Recuperaçao judicial“) vor. Dabei würden dem Schuldner – hier OGX – maximal 180 Tage Schutz vor Vollstreckungsmaßnahmen der Gläubiger gewährt. Nach Informationen der Zeitung „Valor Econômico“ wäre der Fall OGX eines der größten Insolvenzverfahren Lateinamerikas.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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