Energie

Glencore und Xstrata
Hochzeit der Rohstoff-Riesen zieht sich hin

Der Rohstoffhändler Glencore lässt sich mehr Zeit für die Fusion mit dem Bergbaukonzern Xstrata. Offenbar hegen die Kartellwächter in China Bedenken gegen den Milliarden-Deal. Zudem vermiesen Abschreibungen die Hochzeit.
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BaarDer Rohstoffhändler Glencore gibt sich angesichts der Kontrollen durch die Regulierungsbehörden mehr Zeit für die Mega-Hochzeit mit dem Konkurrenten Xstrata. Gemeinsam mit Xstrata sei die Frist bis zum 16. April verlängert worden, teilte Glencore am Dienstag mit. Jüngst hatten die beiden Rohstoffkonzerne angekündigt, der bisherige Termin, der 15. März, sei nicht mehr zu halten.

In Branchenkreise wurde vermutet, dass vor allem in China die Behörden Hürden aufstellen. Die EU-Kommission hatte für den Megadeal bereits im November 2012 grünes Licht gegeben. Ursprünglich sollte der Deal noch im vergangenen Jahr über die Bühne gehen.

Der Rohstoffhändler Glencore und der Bergbaukonzern Xstrata hatten sich im Februar 2012 auf den Zusammenschluss geeinigt. Als Glencore Xstrata wollen sie einen der weltgrößten Rohstoffkonzerne bilden, wobei die gesamte Kette der Wertschöpfung vom Abbau über den Handel bis zur Lagerung und dem Transport unter einem Firmendach konzentriert werden soll. Der Jahresumsatz wird dann etwa 200 Milliarden Dollar betragen.

Zudem meldeten die Rohstoffgiganten Glencore und Xstrata milliardenschwere Abschreibungen. Der Überschuss des Rohstoffhändlers Glencore brach im vergangenen Jahr um 75 Prozent ein, der Bergbaukonzern Xstrata verbuchte einen Rückgang von 80 Prozent.

Der Rohstoffhändler meldet vor diesen Sonderposten immer noch einen Gewinnrückgang auf 3,06 Milliarden Dollar. Im Vorjahr erwirtschafteten die berühmt-berüchtigten Grundgüter-Händler einen Gewinn von 4,06 Milliarden Dollar. Dank höherer Fördermengen stieg jedoch der Umsatz um 15 Prozent auf 214,4 Milliarden Dollar. An der Londoner Börse legten Glencore-Aktien um 2,3 Prozent auf 378,55 Pence pro Anteilsschein zu.

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