Energie

Handelsblatt Energietagung
„Energiewende ist keine Frage der Stromkosten“

Könnte es zu Engpässen bei der Stromversorgung kommen? Rainer Baake, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, teilt diese Sorge nicht. Ein Problem sei allerdings die derzeitige Gestaltung des Marktes.
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Die Klagen der Industrievertreter bei der 22. Handelsblatt-Energietagung waren ausgiebig. „Der Vorsprung schmilzt“, warnte Bernhard Mattes, Präsident der Amerikanischen Handelskammer (AmCham) und Chef der Ford-Werke Köln. Deutschland sei innerhalb Europas zwar immer noch der beliebteste Standort, allerdings sei Europa im weltweiten Vergleich nicht besonders beliebt – und die Energiekosten seien hierzulande ein Problem. Auch RWE-Vorstand Rolf Martin Schmitz sorgt sich „sehr um die Industrie in Deutschland“. Es sei nicht sicher, ob es die Entlastungen für die stromintensive Unternehmen auch in drei Jahren noch gebe. Das führe zu Unsicherheit.

Doch Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium erteilte dem Klagen eine Absage. „Die Diskussion, die stromintensive Industrie leidet unter der Energiewende, sollten wir jetzt mal zu den Akten legen“, sagte er bei der Handelsblatt-Tagung in Berlin. Er kam direkt aus Abu Dhabi vom World Future Energy Summit. Dort sei Deutschland häufig als Vorreiter bei der Energiewende gelobt worden. „Die Energiewende bei uns ist keine Frage der Stromgestehungskosten mehr, denn die sind gleich im Vergleich zu anderen fossilen Energieträgern“, resümierte er. In diesem Jahr stehe nun eine Diskussion über das Strommarktdesign an.

Ein Problem der Energiewende besteht darin, dass zu Zeiten von hoher Produktivität etwa von Solarkraft und Windkraft zu viel Strom zur Verfügung steht und die Preise in den Keller rauschen. Es sei aber „ein Trugschluss“, dass die Erneuerbaren die Ursache dieses Problems seien. „Es ist das Strommarktdesign“, sagte Baake. Das bewerte Strom eben nach den Grenzkosten.

Baake forderte eine Grundsatzentscheidung. Entweder lasse man die Strompreisschwankungen voll durchschlagen, ohne Preisobergrenze. Die stromverbrauchende Industrie könne sich vorab dagegen absichern, dürfe dann aber auch nicht beim Wirtschaftsminister billigeren Strom fordern, wenn die Preise steigen. Wenn man sich für ein marktwirtschaftliches Design entscheide, dann müsse man auch mit den Konsequenzen leben, sagte Baake.

Falls man sich das nicht zutraue, benötige man einen Kapazitätsmarkt, über den Kraftwerksbetreiber nicht für die verbrauchte Strommenge, sondern für die bereitgestellte Leistung vergütet werden. „Eines kann ein Kapazitätsmarkt allerdings nicht machen“, sagte Baake, „er kann nicht Kraftwerke künstlich am Markt halten, die keiner braucht.“

Die Befürchtung, dass in den nächsten Jahren die Versorgungssicherheit gefährdet sein könnte, weil Betreiber unrentable Kraftwerke abschalten, teilt Baake nicht. „Wir haben in den nächsten fünf Jahren kein Kapazitätsproblem in Deutschland.“

Bei der Diskussion über die Kapazitäten sei es jetzt wichtig, mit den Nachbarn Deutschlands zu sprechen, was derzeit auch passiere. „Wir dürfen diese Frage nicht national diskutieren“, appellierte Baake.

Dana Heide ist Korrespondentin in Berlin.
Dana Heide
Handelsblatt / Korrespondentin

Kommentare zu " Handelsblatt Energietagung: „Energiewende ist keine Frage der Stromkosten“"

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  • @Gernot Kloss
    Hören Sie und ihre EE-Genossen doch endlich auf dem Bürger solche Märchen zu erzählen. Energiewende/Erneuerbare Energien ist großes Kino/Computersimulation hat aber in der Realität nur den Effekt, dass wir unseren industriebasierenden Wohlstand immer mehr Vernichten.

  • Dieser Grüne Schlumpf von Baarke...keine Ahnung von Energietechnik und des Stromversorgungsprozess aber den Mund immer schön weiter aufreißen...einfach nur noch perfide und heuchlerisch diese Energiewende-Fanatiker (Wohlstandsvernichter).
    Energiewende/EEG = erst kommt die Grüne Lüge, dann der Betrug/Selbstbetrug, danach die Mangelerscheinung und zum Schluss die Armut!


  • Sachlich?
    das sind Tatsachen, beweisbare Fakten
    hier:
    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/petersberger-klimadialog-merkel-ist-das-klima-750-millionen-euro-wert/v_detail_tab_comments/10200386.html

    das Vorgehen dieser "Polit/Medien" Bande gegen das eigene "Land & Leute", die Erkenntnis wird deutlicht,
    wenn der Leser die ihm von Bürgerrechtlern & Aufklärern angebotenen Links. in Ruhe studiert.
    Dort werden die Zusammenhänge der Tatsachen deutlich gemacht.


    die POSSE von Paris?
    hier:
    >>homment.com/Posse<<


    der Linksfaschismus im Land, 1933 reloadet?
    hier:
    >>homment.com/1933_reloadet<<


    Völkerechtsverbrechen Ukraine wie Libyen, Syrien?
    hier:
    >>homment.com/Fern_gesteuert<<


    die Wahrheit (Rechtsstaatlichkeit, Gerechtigkeit) lässt sich in Unserem Land NICHT mehr Zensieren.
    Die Büchse der Pandora hat diese (Totalitäre) "Polit/Medien" Bande, mit ihrer Verlogenheit und der Verachtung der Eigenen gegenüber, selbst geöffnet.

    Man kann sich selbst, als Plattform, nur Ausschließen aus der Aufklärung - verhindern kann man sie nicht mehr!
    (die Verbrechen sind zu verachtend den Menschen gegenüber als das man sie totschweigen könnte)

    (skadenz für S.-K.)

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