Energie

Harter Sparkurs
Neuer Rio Tinto-Chef setzt den Rotstift an

Nach milliardenschweren Fehleinkäufen muss der Bargbauriese Rio Tinto kräftig sparen. Der extra dafür einberufene Sparfuchs Sam Walsh kündigt bereits Milliarden-Einsparungen an.
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SydneyAngesichts des massiven Nachfragerückgangs nach Rohstoffen hat der neue Chef dem Bergbaukonzern Rio Tinto neue Sparziele gesetzt. Die gestraffte Führungsmannschaft stehe nun, ebenso wie anspruchsvolle Vorgaben für 2013, zu denen auch Einsparungen gehörten, sagte der im Januar angetretene Rio-Tinto-Chef Sam Walsh am Dienstag, ohne weitere Details zu nennen.

An seinem milliardenschweren Expansionsplan für die Eisenerzproduktion will der weltweit zweitgrößte Produzent des Stahl-Rohstoffs aber festhalten. Damit soll der Ausstoß in diesem Jahr auf 265 Millionen Tonnen Eisenerz von zuvor knapp 200 Millionen Tonnen steigen. In den ersten drei Monaten wurden im Vergleich zum Vorquartal fünf Prozent weniger Eisenerz abgebaut, weil tropische Wirbelstürme die Verschiffung behinderten.

Unter Walsh hat der anglo-australische Konzern bereits Hunderte Arbeitsplätze gestrichen. Zudem sollen Teile des Kupfer-, Kohle- und Aluminium-Geschäfts verkauft oder geschlossen werden. Milliardenschwere Fehleinkäufe im Aluminium- und Kohlesektor hatten Rio Tinto gigantische Abschreibungen und den ersten Jahresverlust in der Unternehmensgeschichte eingebrockt. Der daraufhin an die Konzernspitze geholte Walsh kündigte umgehend an, die Kosten bis Ende nächsten Jahres um mehr als fünf Milliarden Dollar senken zu wollen.

Vor allem das schwächelnde Wachstum im einstigen Boomland China macht Bergbaukonzernen wie Rio Tinto und BHP Billiton zu schaffen und führte zu einem Preisverfall am Rohstoffmarkt. Der Abbau von Kosten steht daher bei den Bergbauriesen an oberster Stelle.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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