Energie

Industriekonzern
RHI erwägt Werksschließungen

Trotz schwacher Nachfrage will der österreichische Industriekonzern seine Rentabilität verbessern. Allerdings will RHI dafür weniger investieren – und erwägt die Schließung von Standorten.
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WienDer österreichische Industriekonzern RHI zieht die Kostenschraube an und senkt die Investitionen massiv. Schwach ausgelastete Werke in Europa stellt die Firma auf den Prüfstand. "Ich schließe eine Werksschließung nicht aus, aber wir schauen uns vor allem an, wo wir die Produktionslinien anpassen können", sagte Firmenchef Franz Struzl am Freitag. Treffen werde es einen Produktionsstandort, sagte er. Wo genau der Rotstift angesetzt wird, will der RHI-Chef im Mai bekanntgeben.

Der Hersteller von feuerfesten Schmelzwannen und Gießpfannen für Stahl- und Zementkonzerne leidet unter der schwachen Nachfrage nach Stahl und Zement, durch die auch die Kunden von RHI sparen müssen. Im Schlussquartal 2012 musste der Konzern deshalb einen Gewinneinbruch hinnehmen, der Betriebsgewinn fiel um gut ein Fünftel auf 33,3 Millionen Euro.

Bereits 2012 hatte RHI ein Werk in Südafrika verkauft und einen Standort in Schottland zum Teil geschlossen. An seinen weltweit 33 Standorten, davon 21 in Europa, beschäftigt RHI 7900 Mitarbeiter. Ziel sei es, jährlich ein bis zwei Prozent des Umsatzes an Kosten nachhaltig einzusparen. Das sind rund 20 Millionen Euro.

An seinen Zielen hält Struzl fest: 2013 werde bei stabilen Erlösen eine Verbesserung der Rentabilität (Ebit-Marge) von zuletzt 9,1 Prozent erwartet. Investieren will RHI nur noch 75 Millionen Euro, nach 168 Millionen Euro im Vorjahr. Bis 2020 sollen die Erlöse auf drei Milliarden Euro klettern und die Ebit-Marge auf mindestens zwölf Prozent steigen.

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