Energie

Insiderbericht
US-Finanzinvestor bietet für RWE-Tochter Dea

Der US-Finanzinvestor KKR will angeblich mit einer Staatsfirma aus Kuwait die RWE-Tochter Dea übernehmen, die Öl und Gas fördert. Auch ein anderer Konzern hatte schon Interesse an Dea angemeldet.
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DubaiDer US-Finanzinvestor KKR will Finanzkreisen zufolge mit einer Staatsfirma aus Kuwait die Öl- und Gasfördertochter von RWE übernehmen. KKR wolle mit Kuwait Foreign Petroleum Exploration (Kufpec) ein Angebot für RWE Dea vorlegen, sagten vier mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. KKR und RWE lehnten am Mittwoch eine Stellungnahme ab, von Kufpec war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. RWE-Chef Peter Terium hatte im Frühjahr Dea zum Verkauf gestellt. Ihr Wert wird auf bis zu fünf Milliarden Euro geschätzt.

Dea sei ein großer Brocken, sagte ein Banker aus dem Nahen Osten. Daher sei es sinnvoll, wenn sich ein Finanzinvestor mit einem strategischen Partner verbünde. Kufpec nimmt seit Monaten Firmen im Energiebereich ins Visier. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen von BP für 308 Millionen Dollar einen Anteil von 34,3 Prozent an einem Gasfeld im Südchinesischen Meer erworben.

Reuters hatte kürzlich von Insidern erfahren, dass RWE potenzielle Käufer aufgefordert habe, bis Ende Dezember Gebote einzureichen. Interesse hatte bereits die BASF -Tochter Wintershall angemeldet. RWE-Chef Terium hatte einen Abschluss für das kommende Jahr in Aussicht gestellt.

RWE Dea mit Sitz in Hamburg ist in 14 Ländern vertreten, darunter Deutschland, Großbritannien, Norwegen und Ägypten, und beschäftigt rund 1400 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat Anteile an rund 190 Öl- und Gaslizenzen in Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika. Im vergangenen Geschäftsjahr fuhr die RWE-Tochter einen Betriebsgewinn von 685 Millionen Euro ein – gut ein Zehntel des Konzerngewinns.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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