Energie

Jahresbilanz
Kupferhütte Aurubis ringt mit Konjunkturflaute

Der Kupferhersteller spürt die geringere Nachfrage aus Europas Krisenstaaten. Der Betriebsgewinn schrumpfte im abgelaufenen Geschäftsjahr überraschend stark. Dennoch wollen die Hamburger eine höhere Dividende zahlen.
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HamburgEuropas größte Kupferhütte Aurubis macht Investoren trotz des Konjunkturabschwungs Hoffnungen auf stabile Geschäfte. "Wir gehen auch im neuen Geschäftsjahr von einer zufriedenstellenden Ertragslage aus", sagte Konzernchef Peter Willbrandt am Donnerstag bei der Bilanzpräsentation.

Das Geschäftsniveau werde auf Höhe des Vorjahres liegen. Für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr 2011/2012 soll den Eignern - darunter als größter der mit der Branchenflaute ringende Stahlkonzern Salzgitter - eine um 15 Cent auf 1,35 Euro je Anteilschein erhöhte Dividende zufließen.

Willbrandt begründete seine Zuversicht mit dem nach wie vor hohen Kupferbedarf in Europa und in Übersee. Der Rohstoffhunger in China wachse zwar langsamer als noch vor ein paar Jahren, die Nachfrage nach dem roten Industriemetall sei aber auch dort weiter groß. Dadurch werde der Kupferpreis hoch bleiben.

Ein hoher Kupferpreis sorgt dafür, dass die Minen bei Aurubis auch mehr Rohstoff verarbeiten lassen wollen. Dadurch wiederum bleibt der Schmelzlohn hoch, eine Hauptquelle für den Gewinn der ehemaligen Norddeutschen Affinerie. Anleger quittierten die Zuversicht mit Zukäufen: Die im Nebenwerteindex MDax gelistete Aurubis-Aktie drehte ins Plus.

Allerdings gibt es auch Bremsspuren: Im Schlussquartal von Juli bis September des abgelaufenen Geschäftsjahres 2011/2012 schrumpfte der bereinigte Betriebsgewinn überraschend stark um ein Drittel auf 49 Millionen Euro. Analysten waren im Schnitt von einem Rückgang auf 56,7 Millionen Euro ausgegangen.

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