Energie

Kampf der Milliardäre
Paul Singer provoziert Bieterkampf mit Warren Buffett

Mit der Übernahme von Oncor will Warren Buffett seine Energietochter stärken. Doch ein weiterer Star-Investor grätscht dazwischen: Als Kreditgeber des insolventen Netzbetreibers stellt Paul Singer Forderungen.
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DüsseldorfHedgefonds-Manager Paul Singer macht Warren Buffett das Leben schwer. Der Gründer des New Yorker Hedgefonds Elliott Management glaubt, Buffett zahle zu wenig für den texanischen Netzbetreiber Oncor.

Buffetts Konglomerat Berkshire Hathaway hatte am Freitag die Übernahme für 18,1 Milliarden Dollar inklusive Schulden angekündigt. Doch Singer ist der größte Kreditgeber des insolventen Unternehmens und will mehr.

In einem Brief an die Energieaufsicht und den Mutterkonzern von Oncor, Energy Future Holdings, forderte Singer Berkshire auf, mehr zu zahlen. Alternativ würde Singer selbst ein Gebot für Oncor abgeben und inklusive Schulden 18,5 Milliarden Dollar bieten. Durch eine komplexe Transaktion will Singer seine Forderungen in Unternehmensanteile umwandeln und dann mit einem Partner das Energie-Unternehmen mit einer frischen Kapitalspritze versorgen.

„Wir unterstützen eine Übernahme durch Berkshire oder durch einen anderen Käufer, wenn sie den Wert, den Elliot bietet, übersteigt. Wir fürchten, dass das bei Berkshire nicht der Fall ist“, heißt es in dem Brief, der auf den 5. Juli datiert ist und auf der Homepage des Hedgefonds veröffentlicht wurde.

Berkshire wollte den Schritt zunächst nicht kommentieren. Warren Buffett ist bekannt dafür, derartige Bieterkämpfe und feindliche Übernahmen zu meiden. Auch hat der zweitreichste Mann der Welt den Ruf eines harten Verhandlungspartners, der nie zu viel für ein Unternehmen zahlt.

Mit Oncor will Berkshire seine Energietochter stärken. Berkshire Hathaway Energy ist bereits der zweitgrößte Versorger der USA und machte im vergangenen Jahr mit einem Nettogewinn von 2,4 Milliarden Dollar rund zehn Prozent des Gesamtgewinns aus.

Astrid Dörner ist Korrespondentin in New York.
Astrid Dörner
Handelsblatt / Deskchefin Agenda

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