Energie

Kostbares Gut
Das Geschäft mit dem Wasser

Wasser wird immer knapper - davon profitieren Technologieanbieter wie General Electric. Der Konzern macht Milliardenumsätze rund ums Wasser. Auch GE-Rivale Siemens mischt mit.

MünchenBis zu vier Milliarden Menschen leiden weltweit laut einer aktuellen Studie der Universität Twente zumindest zeitweise unter Wasserknappheit. Knapp eine Milliarde hat keinen Zugang zu sauberem Wasser. Auch für viele Industriebranchen gewinnt die Versorgungssicherheit an Bedeutung. Klimawandel und Bevölkerungswachstum werden die Situation in den kommenden Jahrzehnten eher noch verschärfen.

Für die Anbieter von Technologien für die Reinigung und Aufbereitung von Wasser bedeutet das langfristig gute Perspektiven. „Der Wassermarkt wächst nicht explosiv, aber stetig“, sage Heiner Markhoff, der bei General Electric das weltweite Wasseraufbereitungsgeschäft leitet, dem Handelsblatt.

Auf der weltgrößten Umwelttechnologiemesse Ifat spielt das Thema Wasser in München dieser Tage eine zentrale Rolle. Wie in vielen anderen Branchen dominiert bei vielen Neuentwicklungen die Digitalisierung, zum Beispiel zur intelligenten Steuerung und Fernwartung von Abwassernetzen. Ein Trend dabei ist die Suche nach immer energieeffizienteren Wegen zur Wasseraufbereitung, -entsalzung und -reinigung.

Laut einer Studie von Roland Berger dürfte der – von den Beratern sehr weit gefasste – Markt für Wassertechnologien bis zum Jahr 2025 von 505 Milliarden Euro (2013) auf 982 Milliarden Euro steigen. Die Abwasserreinigung zum Beispiel dürfte um im Schnitt jährlich gut vier Prozent auf 132 Milliarden Euro zulegen. Der Markt für Wassergewinnung und -aufbereitung steigt demnach um im Schnitt sechs Prozent auf 297 Milliarden Euro.

GE sieht sich unter anderem als Weltmarktführer bei größeren sogenannten Membran-Bioreaktoren zur Abwasseraufbereitung. Die Amerikaner hatten die Sparte durch Akquisitionen aufgebaut und erzielen inzwischen Milliardenumsätze rund ums Wasser, zum Beispiel auch mit Technologie für Meerwasserentsalzungsanlagen. Etwa 80 Prozent des Geschäfts macht GE mit Industriekunden, etwa in der Öl- und Gasbranche, wo auch andere Sparten des US-Konzerns sehr aktiv sind. Gerade hier gebe es zwar derzeit wegen der niedrigen Ölpreise „etwas weniger Projekte, als wir uns das wünschen würden“, sagte Markhoff. Doch wachse die Sparte von GE insgesamt mit dem Markt.

Zusätzlich belebt wird die Branche durch immer schärfere Grenzwerte und Regularien. „Das ist ein positiver Effekt für unser Geschäft“, sagte Markhoff.

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Das Geschäft mit dem Wasser

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Siemens setzt auf Automatisierungstechnik

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