Linde-Fusionspartner: Praxair verdient weniger

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Linde-Fusionspartner
Praxair verdient weniger

Linde und Praxair haben sich vor Weihnachten auf eine Fusion unter Gleichen geeinigt. Umsatz wie Gewinn des US-Industriegasekonzerns schrumpften im abgelaufenen Jahr. Trotzdem kündigt Chef Angel eine höhere Dividende an.
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MünchenLindes gewünschter Fusionspartner Praxair hat im abgelaufenen Jahr kein Wachstum geschafft. Der Umsatz des amerikanischen Industriegasekonzerns schrumpfte binnen Jahresfrist vor allem wegen Währungseffekten um zwei Prozent auf 10,5 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn sackte gar um sechs Prozent auf 1,58 Milliarden Dollar ab, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Im Schlussquartal habe vor allem das schwächere Geschäft mit Industrie- und Energiekunden auf dem US-Heimatmarkt Zuwächse in Europa, Südamerika und Asien aufgezehrt.

Die Aktionäre sollen darunter aber nicht leiden. Praxair-Chef Steve Angel kündigte die 24. Dividendenerhöhung in Folge für das laufende Jahr an. Die Anteilseigner sollen fünf Prozent mehr als die drei Dollar im Vorjahr bekommen. Der Gewinn je Aktie soll im neuen Jahr um zwei bis neun Prozent zulegen, allerdings rechnet Praxair mit einer Belastung von drei Prozent aus Währungseffekten.

Praxair und Linde haben sich vor Weihnachten auf die Grundzüge einer Verschmelzung geeinigt. Bei der Fusion unter Gleichen soll Angel Chef des dann in Linde umbenannten Gesamtunternehmens bleiben, Wolfgang Reitzle soll den Verwaltungsrat führen. Allerdings nimmt derzeit die deutsche Börsenaufsicht fragwürdige Aktiengeschäfte der Linde-Spitze unter die Lupe.

Angel warb für den Zusammenschluss. Die geplante Fusion sei eine gute Gelegenheit für die Aktionäre. „Es wird noch einige Zeit dauern. Aber seien sie versichert, unsere Angestellten bleiben konzentriert auf tägliche Leistung und die Umsetzung unserer Strategie.“ Experten erwarten, dass die Vertragsverhandlungen sich noch zwei bis drei Monate hinziehen. Der Vollzug der Fusion dürfte sich noch ins nächste Jahr hinziehen, bis alle rechtlichen Freigaben vorliegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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