Energie

Medienbericht
Flexstrom-Kunden können auf Rückzahlungen hoffen

Der Insolvenzverwalter des Berliner Energieanbieters Flexstrom macht den Kunden Hoffnung auf Rückzahlungen. Die Kunden bangen um dreistellige Euro-Beträge, die sie per Vorauszahlung an Flexstrom überwiesen hatten.
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BerlinDie rund 600.000 Kunden des insolventen Berliner Energieanbieters Flexstrom werden nach Einschätzung des Insolvenzverwalters nicht leer ausgehen. „Die Gläubiger können sehr wohl eine Zahlung erwarten“, sagte Christoph Schulte-Kaubrügger von der Wirtschaftskanzlei White & Case dem „Tagesspiegel“ (Montag). Wie hoch die Zahlung ausfalle, könne er aber noch nicht abschätzen. „Wir müssen die Vermögenswerte realisieren und die Kundenforderungen ermitteln - das geht nicht über Nacht.“

Wegen Zahlungsunfähigkeit hatte der Berliner Billigstrom-Anbieter im April Insolvenz angemeldet. Seitdem bangen bundesweit Hunderttausende Kunden um dreistellige Euro-Beträge, die sie per Vorauszahlung an Flexstrom überwiesen hatten, um im Gegenzug einen günstigen Stromtarif zu bekommen. Während die Höhe der Rückzahlung noch offen ist, erhalten die Betroffenen nach Schulte-Kaubrüggers Worten in Kürze zumindest ihre Abrechnungen. „Bis Ende September sind wir durch.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Schön, dass die Kunden der insolventen Flexstrom auf eine teilweise Rückzahlung ihrer Vorauszahlungen hoffen können. Die Frage ist nur, wann das geschehen wird. Gegenüber dem Handelsbltt äußert sich der Insolvenzveralter nicht, auf der Internetseite von Flexstrom, wird er deutlicher. Dort heißt es: "Sofern Sie Ihre Forderung zur Aufnahme in die Insolvenztabelle anmelden und diese festgestellt/anerkannt wird, wird am Ende des Insolvenzverfahrens (nicht vor Ende 2017) ggfs. eine Quotenzahlung auf Ihre Forderung erfolgen."

    Eine Rückzahlung ist also nicht vor Ende 2017 (!) zu erwarten, in mehr als 4 Jahren. Das dürfte vielen Kunden, die knapp bei Kasse sind und auf ihr Geld warten, herzlich wenig bringen!

  • Ei fein, da freue ich mich aber... :-)

  • Mein Tipp: Sparen sie sich das Geld für ihren Anwalt und die Gerichtskosten!

    1. Meine ganz persönliche Meinung: Wer freiwillig Vorkasse zahlt, um ein paar Euro zu sparen (Flexstrom bot auch Abschlagstarife an), der geht damit bewusst und freiwillig ein Risiko ein. Das haben sie getan. Jetzt tragen sie auch die Konsequenzen und kommen sie mal runter von ihrem hohen Ross. Rendite ohne Risiko gibt es nicht. Das wussten sie auch.

    2. Sie spielen auf Insolvenzverschleppung an. Die Tatbestandsmerkmale dafür sind alles andere als eindeutig. Gerichte kommen nur in den wenigsten Fällen zur Auffassung, dass eine schuldhafte Verschleppung der Insolvenz seitens des Vorstands vorlag.

    3. Flexstrom hat unzählige Gläubiger. Sie sind einer der kleinsten - wie alle Kunden. Ist ihnen schon einmal in den Sinn gekommen, dass die Tausenden von anderen Gläubigern, die weitaus mehr Geld verloren haben als sie, schon längst alle rechtlichen Möglichkeiten geprüft haben?

    4. Ihre Anzeige hat nichts das geringste mit der Meldung zu tun, es gäbe noch etwas aus der Insolvenzmasse zu holen. Seit Eröffnung des Verfahrens führt der Insolvenzverwalter und nicht mehr der Vorstand die Geschäfte. Und dem Insolvenzverwalter sind Anzeigen gegen den Vorstand nun herzlich egal.

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