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Medienbericht
Retten Soros, Paulson und Co. Thyssen-Krupp?

Heinrich Hiesinger fischt nach großen Finanzinvestoren. Der Chef des angeschlagenen Stahlkonzerns Thyssen-Krupp lockt angeblich Größen wie George Soros, John Paulson oder David Einhorn für die geplante Kapitalerhöhung.
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DüsseldorfDer angeschlagene Essener Industriekonzern Thyssen-Krupp hat sich für die geplante Kapitalerhöhung offenbar die Unterstützung von Hedgefonds gesichert. Finanzinvestoren aus New York und London hätten sich dazu bereit erklärt, bei der Kapitalaufstockung mitzumachen, berichtet das „Manager Magazin“ in seiner neuesten Ausgabe. Unter den potenziellen Geldgebern fänden sich bekannte Namen: zum Beispiel die Fondslegende George Soros, der Subprime-Guru John Paulson und David Einhorn mit seinem Investmentvehikel Greenlight.

Um die ärgsten Finanznöte des Konzerns zu lindern, werde eine Kapitalerhöhung im Volumen von 800 Millionen bis 1,5 Milliarden Euro diskutiert, berichtet das Magazin. Verschärfe sich die Lage, etwa durch weitere hohe Abschreibungen auf das marode, zum Verkauf stehende Stahlgeschäft in Übersee, könnten Aktien im Wert von mehreren Milliarden Euro ausgegeben werden.

Ein Thyssen-Krupp-Sprecher wollte sich nicht äußern und verwies auf frühere Äußerungen des Vorstands. Hiesinger hatte am 13. August bei der Vorlage des Quartalsberichts gesagt: „Mit Sicherheit ist eine Kapitalerhöhung eine Option, die wir uns vorbehalten.“

Thyssen-Krupp droht per Ende September wegen hoher Schulden eine Aufkündigung von Kreditlinien durch Banken. Dies geht aus dem Zwischenbericht des Essener Mischkonzerns hervor. Thyssen-Krupp hatte danach zuletzt einen Anstieg des Verhältnisses der Netto-Finanzschulden zum Eigenkapital (Gearing) auf 185,7 Prozent verzeichnet. Ist dies Ende September immer noch der Fall, droht eine Aufkündigung milliardenschwerer Kreditlinien.

Gerüchte um eine unmittelbar bevorstehende Kapitalerhöhung bei Thyssen-Krupp machen seit Monaten die Runde - der Konzern hat den Kapitalmarkt aber noch immer nicht angezapft. Lange war mit einem solchen Schritt erst nach einem Verkauf der defizitären Stahlwerke des Konzerns in Übersee gerechnet worden.

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  • Wenn Hiesinger Hedgefonds als Zeichner der Kapitalerhöhung ins Boot holt, dann läuft es definitiv auf eine Zerschlagung des Konzernes hinaus.
    Denn die Hedgefonds sind ja daran interessiert den Unternehmenswert nach oben zu heben. Und die Einzelteile von Thyssen sind mehr wert als der jetzige Konzern.

  • wenn ein einzelner finanzinvestor groß einsteigen soll,heist das,der laden ist sturmreif.

    ebenso kann jeder aktionär davon ausgehen,daß der laden zerschlagen werden muß ,um mittelfristig die großinvestoren zufrieden zu stellen,die wollen ja nicht helfen sondern verdienen und dies in einem absehbaren zeitfenster

    ja,ja der senile herr beitz und sein genial positionierter unternehmerischer nachlaß

  • Short ThyssenKrupp? Die Strategie mal bitte erläutern?
    Kapitalerhöhung drückt Kurs. OS einlösen, dann mit billigen Aktien einsteigen und mittelfristig auf steigenden Kurs setzen?

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